Sa, 24. Februar 2018

Beschwerde-Website

16.03.2012 10:30

Ex-Mitarbeiter will Windows 8 "in Ordnung bringen"

Ein ehemaliger Microsoft-Mitarbeiter hat eine Website gestartet, mit der er Windows 8, das kommende Betriebssystem des Konzerns, "in Ordnung bringen" will. Es beinhalte zu viele Bedienungsmängel, so die Beschwerde. Bei der Maus-Nutzung etwa würden "Anfänger und neue Nutzer komplett verloren sein".

Auf der Website "Fixing Windows 8" sammelt Mike Bibik, Designer von Benutzeroberflächen, Beschwerden zum neuen Betriebssystem. Derzeit ist die Seite des Ex-Microsoft-Mitarbeiters allerdings, vermutlich aufgrund des großen Ansturms, nicht erreichbar.

Bibik führt in seinem ersten Posting gleich mehrere Punkte auf, die seiner Meinung nach bei Windows 8 noch behoben werden müssen. So sei etwa das Interface dermaßen entschlackt, dass die meisten Menüpunkte vor dem Nutzer versteckt würden - etwa das seitliche Charms-Menü, die App-Liste und der Startknopf. Die "Charms Bar" - das kontextsensitive Menü auf der Seite - stößt bei Bibik generell auf wenig Gegenliebe. Dort würden sogar zentrale Funktionen einer App versteckt. Weiters beschwert sich Bibik über Apps für die Metro-Oberfläche: Sie verfügen über keinen Fenstermodus, können also nicht einfach minimiert oder einfach per Klick auf das X beendet werden.

Website-Macher prophezeit frustrierte Nutzer
Nur Profis könnten mit dem Betriebssystem daher einfach interagieren, Neulinge hingegen würden sich nicht zurechtfinden. Drei Viertel aller neuen Nutzer werde daher aufgrund der Verwirrung und Frustration auf Windows 8 verzichten, schätzt er. Er wolle jedoch konstruktiv sein, nicht nur negativ, so Bibik. Er habe daher einige mögliche Lösungen. So könne etwa die Desktop-Taskbar mit dem neuen Startbildschirm verbunden und eine Charms Bar am unteren Bildschirmrand hinzugefügt werden. Auch die Wiedereinführung des Startknopfs regt Bibik an.

Er ist mit seiner Kritik nicht allein. Die Zusammenführung von Tablet- und PC-freundlicher Benutzeroberfläche für Windows 8 scheint einigen Vorab-Testern noch nicht hundertprozentig gelungen. Dennoch heimst das neue Betriebssystem viel Lob ein. Wer selbst urteilen möchte, kann seit Anfang März kostenlos die Beta testen (siehe Infobox).

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