Mi, 21. Februar 2018

25 Strafanzeigen

15.03.2012 08:59

T: 59 Glücksspiel-Automaten bei Razzia einkassiert

Eine Großrazzia im Glücksspielmilieu in Kufstein und Wörgl in Tirol hat den Kontrolloren dicke Beute eingebracht: 59 Geräte wurden beschlagnahmt, in 25 Fällen gab es Strafanzeigen, bei denen Geldstrafen bis zu 22.000 Euro drohen. Zudem konnten bei der Razzia 16.000 Euro an Steuerrückständen einkassiert werden.

Elf Lokale in Wörgl und Kufstein bekamen am Dienstag Besuch von etwa 60 Mitarbeitern der Finanzpolizei, der Polizei und den Bezirksverwaltungsbehörden. Es war die größte Aktion dieser Art, die jemals in Tirol stattgefunden hat.

25 Strafanzeigen ausgestellt
Und das Fazit kann sich sehen lassen: 59 Glücksspiel-Automaten aller Art wurden bei dieser Großaktion beschlagnahmt. Zudem kam es zu 25 Strafanzeigen an die Behörde, bei denen in jedem Einzelfall bis zu 22.000 Euro Geldstrafe möglich sind. "Diese Strafen drohen neben den Wirten und Aufstellern auch allen anderen, die irgendwie an diesen Geräten mitverdienen. Zum Beispiel den Vermietern der Lokale", stellte Rainer Ziesel von der Finanzpolizei fest.

Wie einträglich die Aktion war, zeigt auch, dass nicht weniger als 16.000 Euro an Steuerrückständen dabei eingetrieben werden konnten. Außerdem wurde festgestellt, dass etliche Lokalbetreiber dem Finanzamt viel zu niedrige Umsätze gemeldet hatten.

"Automaten bringen pro Monat locker 10.000 Euro Umsatz"
Hintergrund der Großrazzia ist ein Gesetz, das in Tirol das Glücksspiel generell verbietet. Eine Ausnahme gibt es nur für die Casinos Austria, die über eine entsprechende Lizenz verfügen. Dennoch kennt jeder Bürger unzählige Lokale, in denen jede Menge illegale Glücksspielgeräte stehen. "Der Grund dafür ist, dass solche Automaten an guten Standorten pro Monat locker 10.000 Euro Umsatz bringen. Ob diese korrekt versteuert werden, ist die nächste Frage", zeigte Ziesel auf.

Doppelt gefährlich sind diese Zocker-Hallen für die Spieler, da es erstens keinerlei Kontrolle gibt, ob die Geräte manipuliert sind, und es zweitens keinerlei Maßnahmen für den Spielerschutz gibt. "Viele Spieler waren froh darüber, dass wir auftauchten und Schluss machten. Sie haben sich bedankt und gemeint, jetzt würden sie sich eine Menge Geld ersparen", so der Finanzbeamte.

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