Mo, 28. Mai 2018

Vor Königspalast

13.03.2012 16:36

Brüssel: Autofahrer rast in Motorrad-Eskorte der Polizei

Direkt vor dem Schloss des belgischen Königs in Brüssel ist am Dienstagvormittag ein Autolenker in eine Motorradstaffel der Polizei gerast und hat mehrere Beamte schwer verletzt. Die Polizisten waren als Eskorte für den neuen Botschafter des Golfstaates Katar im Einsatz. Der Diplomat war wegen seines Amtsantrittes bei König Albert II. geladen.

Die Uniformierten hatten sich laut belgischen Medienberichten gerade vor dem Schloss im nördlichen Stadtteil Laken aufgestellt, als der Pkw-Lenker gegen 11.15 Uhr offenbar gezielt in sie hineinfuhr. Acht Beamte seien verletzt worden, fünf davon schwer, hieß es am Dienstagnachmittag. Ein Polizist habe sich auch in Lebensgefahr befunden, soll aber mittlerweile über den Berg sein.

"Akt der Verzweiflung"
Der Diplomat aus Katar habe sich rechtzeitig im Inneren des Palastgeländes befunden und überstand alles unbeschadet. Überhaupt hätten Botschafter oder König nichts mit mit dem Vorfall zu tun gehabt, betonten sowohl die belgische Bundespolizei als auch der Brüsseler Bürgermeister Freddy Thielemans. Es habe sich vielmehr um einen tragischen "Akt der Verzweiflung" gehandelt.

Der Autolenker wurde mit einer Kopfverletzung in ein Krankenhaus eingeliefert und steht unter Arrest. Gegenüber der Polizei soll er in einer ersten Einvernahme gesagt haben, dass er sich umbringen habe wollen. Von einem Attentat könne aber keine Rede sein, bekräftigte eine Polizeisprecherin. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Belga ermittelt die belgische Staatsanwaltschaft dennoch in Richtung versuchten Mehrfachmord.

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