Fr, 23. Februar 2018

"War enorm wichtig"

12.03.2012 11:50

2:1 gegen Admira: Austria jetzt bestes Frühjahrsteam

Die Austria ist mit ihrem neuen Trainer Ivica Vastic voll auf Kurs. Dank des 2:1-Heimsieges am Sonntag gegen die Admira und zehn Punkten aus fünf Spielen sind die Wiener das bis dato erfolgreichste Team der tipp3-Bundesliga im Jahr 2012. "Das war ein enorm wichtiger Sieg. Wir haben Anschluss an ganz oben gefunden", freute sich Vastic, dessen Team so wie Salzburg und Rapid 38 Zähler auf dem Konto hat.

Der 42-Jährige sieht sich und seine Arbeit bestätigt. Schließlich geht der Vastic-Plan bisher voll auf. Nach der Stabilisierung der Defensive (nur zwei Gegentore, beide aus Standardsituationen) geht es bei den Violetten nun auch spielerisch deutlich bergauf. Mit der Leistung gegen die Admira nahm die Austria ihren Kritikern, die zu wenig Offensivgeist bemängelt hatten, bis auf Weiteres den Wind aus den Segeln.

"Lassen uns nicht beeinflussen"
"Wir haben uns nicht beeinflussen lassen von irgendwelchen Geschichten von außen. Wir glauben an unseren Weg. Die Mannschaft ist überzeugt, dass es gut ist, was wir tun. Wenn das auch die Ergebnisse bestätigen, dann ist es für alle leichter", sagte Vastic zufrieden. Dass die Ergebnisse stimmen, hat Vastic vor allem einem Spieler zu verdanken: Alexander Gorgon ist Austrias Mann der Stunde.

Gorgon zurzeit "überglücklich"
Der 23-Jährige hat vier von bisher fünf Austria-Toren 2012 erzielt, alle waren entscheidend. Nach dem Doppelpack beim 2:0 gegen Ried und dem Siegtor beim 1:0 in Innsbruck erzielte Gorgon gegen die Admira den Treffer zum 2:1-Endstand. "Gorgon ist derzeit in einer überragenden Form", freute sich Vastic. "Egal, was ich derzeit mache, der Ball geht ins Tor. Ich bin überglücklich und möchte meinen derzeitigen Lauf gar nicht zu viel hinterfragen", sagte Austrias neuer Goalgetter.

Auch Gorgon verteidigte die Spielweise der Austria: "Vielleicht waren einige Spiele nicht so schön anzusehen wie im Herbst. Aber es ist von Spiel zu Spiel eine Steigerung zu erkennen. Und im Vordergrund steht die Effektivität." Für den einzigen Nicht-Gorgon-Treffer sorgte Roman Kienast, der mit dem 1:0 gegen die Admira sein erstes Pflichtspieltor für die Austria erzielte. "Ich hoffe, dass jetzt der Knoten geplatzt ist und weitere Tore folgen", meinte Kienast.

Vastic vermeidet es, seine Stürmer nur an Toren zu messen. "Wenn einer nicht trifft, dann kann er das mit Arbeit und Laufbereitschaft wettmachen." Wer nach 24 Runden an der Tabellenspitze mitmischt, darf natürlich auch vom Meisterteller träumen. "Wenn unser Aufwärtstrend weitergeht, haben wir gute Chancen auf den Titel", erklärte Tormann Heinz Lindner.

Kühbauer: "Es wäre mehr drinnen gewesen"
Aber auch die Admira hat nur vier Punkte Rückstand. Umso mehr ärgerte sich Dietmar Kühbauer, dass die ansprechende Leistung seines jungen Teams unbelohnt blieb. "Da wäre deutlich mehr drinnen gewesen", sagte der Admira-Chefcoach, der die Gründe für die Niederlage kannte: "Der letzte Pass ist nicht angekommen. Da müssen Ablauf und Entschlossenheit zu hundert Prozent passen. Im letzten Drittel des Feldes, da spielt die Musik. Das wird dir jeder Trainer der Welt bestätigen."

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