Fr, 27. April 2018

Oxford-Studie

04.06.2005 15:49

Hochspannungsleitungen als Leukämieauslöser

In der unmittelbaren Umgebung von Hochspannungsmasten zu leben führt bei Kindern möglicherweise zu einem erhöhten Risiko an Leukämie zu erkranken – und zwar bis zu 70 Prozent. Das ist das Ergebnis einer jüngst veröffentlichten Studie der University of Oxford.

Demnach haben Kinder, die im Umkreis von 200 Meter zu einem Hochspannungsmasten wohnen, ein 70 Prozent höheres Erkrankungsrisiko. Das Risiko verringert sich ab einem Umkreis von 600 Metern und mehr. Warum dieses Phänomen jedoch auftritt können die Forscher nicht schlüssig erklären. Die Ergebnisse der Studie sind in der aktuellen Ausgabe des British Medical Journal nachzulesen.

Die Forscher analysierten Daten von mehr als 29.000 Kindern aus England und Wales, die im Zeitraum zwischen 1962 und 1995 geboren wurden und von denen 9.700 an Krebs erkrankten. Die Daten wurden mit einer Kontrollgruppe gesunder Kinder verglichen. Die Forscher maßen die Distanzen vom jeweiligen Haus der Kinder bis zum nächsten Hochspannungsmasten. Dabei konnten sie feststellen, dass 64 Kinder, die an Leukämie erkrankt waren, innerhalb von 200 Metern eines Sendemasts lebten. 258 leukämiekranke Kinder wohnten in der Entfernung von 200 bis 600 Metern.

Jene Kinder, die im Umkreis von 200 Metern lebten, hatten ein 70 Prozent höheres Risiko an Leukämie zu erkranken als jene Kinder, die 600 Meter und weiter entfernt lebten. Bei einer Distanz von 200 bis 600 Metern betrug das Risiko 20 Prozent.

Foto: Symbolbild

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