Do, 23. November 2017

Android-Bezahlung

09.03.2012 10:53

Google droht App-Entwicklern: Wallet oder Rauswurf

Google nimmt sich für sein Betriebssystem Android offenbar die restriktive Politik Apples zum Vorbild. Wer für seine Android-App an einer anderen Bezahlmethode als Googles hauseigenem Dienst Wallet festhalten möchte, werde aus Androids App-Markt geworfen, so die Drohung, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.

Google arbeitet derzeit fieberhaft an einer Zusammenlegung und Vereinfachung seiner Dienste. So hat der Konzern am Dienstag verschiedene Dienste mit dem Android Market zusammengelegt: Unter dem neuen Namen Google Play sind nun Apps, Musik, Filme und Bücher für Smartphone und Tablet zu finden (siehe Infobox).

Auch am Bezahlsystem bastelt der Konzern, nachdem im Dezember der hauseigene Dienst Google Wallet von den USA auf zahlreiche andere Länder - darunter auch Österreich - ausgeweitet worden war. Wallet soll es neuen Nutzern vereinfachen, Apps zu kaufen, schließlich ist so keine eigene Anmeldung bei anderen Diensten mehr nötig. Auch die Sicherheit beim Online-Einkauf soll so steigen.

Google setze nun voll auf Wallet, seit Monaten verschicke der Konzern daher Warnungen an App-Entwickler, dass sie mit anderen Bezahlmodellen - etwa PayPal oder selbst entwickelte Dienste wie "Bad Piggy Bank" bei "Angry Birds" - aus Google Play entfernt würden, berichtet nun Reuters. Gegenüber "The Verge" bestätigte Google das Vorgehen, besteht aber darauf, dass es sich um keine neue Entwicklung handle. Schon zuvor sei die Regel vom Konzern verfolgt worden.

Vorbild: App-Goldgrube Apple
Viele Entwickler scheinen sich den Regeln zu beugen, doch es gibt auch Kritik. Schließlich nutzt Google seine Position bei Android, um Mitbewerber aus dem Markt zu drängen und die eigenen Einnahmen zu erhöhen - denn der Konzern verdient an jeder verkauften App mit. Google nimmt sich mit der neuen Strategie Apple als Vorbild, allerdings hatte die Firma von Anfang an nur das hauseigene Bezahlmodell für Apps erlaubt. Für Android hingegen hatte es anfangs kein Bezahlsystem von Google gegeben, weshalb zahlreiche Entwickler auf externe Dienste setzten oder eigene entwickelten.

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