Mo, 26. Februar 2018

Erholte Wirtschaft

09.03.2012 10:04

Nach "BIP-Delle" Ende 2011 geht's nun wieder bergauf

Österreichs Wirtschaft hat Ende 2011 einen leichten Wachstumsdämpfer erlitten und ist etwas geschrumpft. Im letzten Vierteljahr sank das Bruttoinlandsprodukt im Quartalsabstand geringfügig um 0,1 Prozent - eine entsprechende Erstschätzung von Mitte Februar wurde vom Wifo am Freitag bestätigt. Im Jahresabstand lag das Wachstum im vierten Quartal nur bei 1,2 Prozent. Mittlerweile sehen die Experten aber wieder vermehrt Aufwärtssignale.

Gedämpft wurde die heimische Wirtschaft Ende des vergangenen Jahres den Analytikern zufolge vor allem, weil Impulse vom Außenhandel gefehlt haben - das Außenhandelsdefizit (8,59 Milliarden Euro) hat sich gegenüber 2010 verdoppelt. Im letzten Quartal 2011 sackten die Exporte um 0,4 Prozent ab. Ein Anstieg der Bruttoinvestitionen um 1,6 Prozent sowie stabiler Privatkonsum hätten sich hingegen positiv ausgewirkt.

Trotz der leichten Wachstumsverlangsamung zu Jahresende hellte sich laut Wifo das allgemeine Stimmungsbild in Österreich schon im Dezember wieder auf. Gemäß einem Konjunkturtest des Instituts rechnen die heimischen Industriebetriebe mit einem Aufwärtstrend.

Weltkonjunktur zog an
Die Weltkonjunktur zog laut Wifo Anfang 2012 bereits wieder leicht an - nach einer Abschwächung Ende des vergangenen Jahres. Diese Stabilisierung werde neben den USA vor allem von den Schwellenländern getragen. Der Welthandel festige sich, die Rohstoffpreise würden aufwärts tendieren.

Gedämpft werde der Ausblick freilich von der weiterhin ungünstigen Entwicklung im Euro-Raum. Zwar würden einige Vorlaufindikatoren auf eine Beruhigung hindeuten, "die Unsicherheit von privaten Haushalten und Unternehmen aufgrund der anhaltend hohen Risiken im Finanzsektor drückt jedoch die Wachstumsaussichten".

Unerwartet starke US-Wirtschaft
In den USA wuchs die Wirtschaft im Schlussquartal 2011 unerwartet stark mit 0,7 Prozent realem Plus gegenüber dem Vorquartal, so die heimischen Wirtschaftsforscher. Das allgemeine Bild der Vorlaufindikatoren sowie die abflauenden Risiken im Finanzsektor würden weiters eine positive Entwicklung erwarten lassen.

In Deutschland lag das BIP im vierten Quartal 2011 um 0,2 Prozent unter dem Vorquartal, in der gesamten Euro-Zone schrumpfte es gar um 0,3 Prozent.

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