Mi, 17. Jänner 2018

Großartig altmodisch

03.06.2005 14:52

"It's time" für Michael Bublé

Was ist uns im letzten Jahr nicht alles als rechtmäßiger Nachfolger von Jazz/Pop-Göttin Norah Jones angekündigt worden. Dabei kann es nur einen geben (und der ist sogar besser als Norah): Michael Bublé! Am neuen Album "It's time" swingt und jazzt sich der Kanadier wieder durch Standards der Rat Pack Ära, aber auch neuere Songs.

Egal ob Big Band Sound ("Feeling Good"), Swing ("A foogy day (in London)"), poppig angehauchter Jazz ("Home") - Michael Bublè ist einfach überall zuhause.

Mit einer Stimme, die irgendwo zwischen Frank Sinatra und Robbie Williams daheim ist, und einer spielfreudigen Band begeistert Bublè insgesamt 13 Songs lang und kann sich dabei auch über prominente Unterstützung freuen: Der Klassiker "Quando quando" wird im Duett mit Nelly Furtado plötzlich zum Schmachtfetzen allererster Güte. "Can't buy me love" von den Beatles kommt jetzt im flotten Jazz-Gewand daher und Stevie Wonders "You and I" findet sich in Bar-Jazz-Melodien gehüllt.

"It's time" ist ein grandioses Album voller Sentimentalitäten, allerdings in modernem Gewand und hochprofessionell dargebracht. Spätestens seit der Hitsingle "Home" ist Michael Bublè auch in Österreich nicht mehr aufzuhalten.

Fazit: 10 von 10 beschwingten Barpianisten

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