Fr, 25. Mai 2018

Extremisten-Hacker

09.03.2012 08:56

FBI: USA müssen sich auf Cyber-Terror einstellen

Die USA müssen sich nach Einschätzung von FBI-Chef Robert Mueller stärker gegen terroristische Cyberattacken wappnen. Die Absichten von Terroristen, über das Internet einen Angriff auf die USA zu verüben, dürften nicht unterschätzt werden, warnte Mueller. Die Bundespolizei müsse in der Lage sein, mit neuen oder überarbeiteten Strategien auf diese Bedrohungen zu reagieren.

Bei der Vorstellung des Haushaltsplans des FBI vor einem Parlamentsausschuss in Washington verwies Mueller auf die Bedeutung, die das Internet bereits heute für Extremisten habe. Gruppierungen wie das Terrornetzwerk Al-Kaida nutzten Chatrooms und Internetseiten, um Anhänger zu rekrutieren und zu Terrorangriffen anzustacheln. Zugleich hätten Extremisten aber auch "Hacker-Fähigkeiten" entwickelt, erklärte Mueller. Dies mache den Anti-Terror-Kampf "viel schwieriger und anspruchsvoller".

Die Zahl der FBI-Ermittlungen zu Cyberattacken sei dem Chef der Behörde zufolge seit 2002 um 84 Prozent angestiegen. Inzwischen habe die Bundespolizei Cyber-Teams in jedem ihrer 56 Büros in den USA. Mehr als tausend speziell ausgebildete Beamte würden verdeckt im Netz ermitteln und digitale Beweise auswerten.

Führende Hacker verhaftet
Erst am Dienstag hatte die US-Justiz mit Hilfe ihrer Kollegen in Großbritannien und Irland insgesamt fünf Männer festgenommen und angeklagt, weil sie in die Computersysteme von Unternehmen und Behörden eingedrungen sein sollen. Es soll sich um führende Mitglieder der Hackergruppe LulzSec handeln, die mit der digitalen Protestbewegung Anonymous verbandelt ist.

Auf die Spur kam das FBI den mutmaßlichen Hackern dabei offenbar durch einen früheren Anführer der Gruppe LulzSec, der nach seiner Festnahme als Informant für die Bundespolizei tätig gewesen sein soll. Den Angeklagten werden einige der folgenschwersten Cyberangriffe der vergangenen Jahre zur Last gelegt.

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