Mi, 23. Mai 2018

Tragödie in OÖ

07.03.2012 14:28

Mutter tötet Sohn (4) und begeht Selbstmordversuch

Familientragödie in Oberösterreich: Am Dienstag wurden Rettung und Polizei zu einem Einfamilienhaus in Reichenau im Mühlkreis gerufen. Dort fanden die Helfer eine lebensgefährlich verletzte 31-Jährige und deren toten vierjährigen Sohn. Der kleine Bub wurde vermutlich von seiner Mutter erstochen. Gegen die mutmaßliche Täterin wurde ein Haftbefehl ausgestellt.

Den Eltern der Frau bot sich in dem Haus im Ortskern der 1.200-Seelen-Gemeinde kurz nach 14 Uhr ein schreckliches Bild: Mutter und Kind lagen leblos am Boden - die 31-Jährige hatte sich die Pulsadern aufgeschnitten.

Als die Rettungskräfte eintrafen, stellten sie fest, dass die Mutter noch lebte. Die Reanimation gelang, das Rote Kreuz brachte sie ins Krankenhaus nach Freistadt. Die Mühlviertlerin sei stabil, aber nicht ansprechbar, sagte Polizeisprecherin Simone Mayr. Für den Vierjährigen kam jede Hilfe zu spät.

Haftbefehl gegen Mutter ausgestellt
Die örtlichen Polizisten und Ermittler der Mordgruppe des Landeskriminalamts Oberösterreich gehen nach erster Auswertung der Spuren davon aus, dass die Mutter erweiterten Selbstmord begehen wollte. Sie gilt daher als Mordverdächtige, gegen die 31-Jährige wurde am Mittwoch ein Haftbefehl erlassen. Hinweise auf weitere Beteiligte gebe es nicht, hieß es seitens der Polizei-Pressestelle. Eine Obduktion des Buben soll noch im Laufe des Tages die genaue Todesursache klären.

Die Frau war als alleinerziehende Mutter mit ihrem Sohn zu den Eltern ins Einfamilienhaus gezogen, nachdem sie im Ausland als Lehrerin gearbeitet hatte. Der Vater war im Ausland geblieben. Die Großmutter musste nach dem grausigen Fund von einem Kriseninterventionsteam betreut werden und war zunächst nicht ansprechbar.

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