Di, 21. November 2017

Studie offenbart

06.03.2012 14:14

Kinder beherrschen Technik, aber nicht ihre Schnürsenkel

Dass der technische Fortschritt Fluch und Segen zugleich sein kann, zeigt eine am Montag veröffentlichte Untersuchung des britischen Stromanbieters npower. Der fand in einer Befragung von 1.000 Kindern im Alter von fünf bis dreizehn Jahren unter anderem heraus, dass diese zwar problemlos technische Gerätschaften wie Konsolen oder Smartphones bedienen können, aber bereits beim Bewältigen banaler Aufgaben, wie zum Beispiel dem Binden ihrer Schuhe, Schwierigkeiten haben.

Für seine Studie ging der Stromanbieter der Frage nach, wie sehr Kinder mit der Technik von heute einerseits und ihrer Umwelt andererseits "vernetzt" sind. Die Ergebnisse sind – zumindest aus Sicht von Kulturpessimisten – erschreckend. Denn während viele Kinder kein Problem damit haben, einen DVD-Player zu bedienen (67 Prozent), durchs Internet zu surfen (58 Prozent) oder mit dem Smartphone zu telefonieren, schaut es bei – für viele ältere Semester – ganz banalen Dingen des Alltags bedeutend schlechter aus.

Demnach gaben etwa 45 Prozent der Kinder an, dass sie ihre Schuhe nicht binden können, 78,5 Prozent können kein Zelt aufstellen, 81 Prozent keine Landkarte lesen, 87 Prozent keinen Fahrradreifen flicken und 91 Prozent nicht einmal drei Schmetterlingsarten voneinander unterscheiden. Für die Briten aber wohl am schmerzhaftesten dürfte sein, dass 65 Prozent der befragten Kinder nicht wissen, wie man eine Tasse Tee zubereitet.

Die Ergebnisse zeigten, so npower, dass die Jugend von heute ihren Sinn für Abenteuer verloren habe und Fähigkeiten vermissen lasse, die ältere Generationen als selbstverständlich erachten. Der Stromanbieter hat nun Konsequenzen aus seiner Studie gezogen und bietet zusammen mit dem Überlebensexperten Ray Mears ein spezielles Programm für Kinder an, in dem diesen die Natur wieder nähergebracht werden soll.

Die Ergebnisse der Studie im Detail

Zehn Dinge, die Kinder im Alter von 5 bis 13 können:

  • 1. Einen DVD-Player bedienen (67%)
  • 2. Ins Internet gehen (58%)
  • 3. Videospiele auf einer Konsole spielen (50%)
  • 4. Einen Telefonanruf tätigen (46%)
  • 5. Einen Handheld (3DS, PSP etc.) nutzen (45%)
  • 6. Ein Smartphone bedienen (42%)
  • 7. Sky Plus nutzen (41%)
  • 8. Eine Textnachricht verschicken (38%)
  • 9. Videos auf YouTube suchen (37%)
  • 10. Einen Tablet-PC nutzen (31%)

Zehn Dinge, die Kinder im Alter von 5 bis 13 nicht können:

  • 1. Drei Schmetterlingsarten unterscheiden (91%)
  • 2. Einen Reifen flicken (87%)
  • 3. Einen Weberknoten binden (83%)
  • 4. Eine Landkarte lesen (81%)
  • 5. Ein Lagerfeuer machen (78%), ein Zelt aufbauen (78,5%)
  • 6. Amsel, Spatz oder ein Rotkehlchen erkennen (71%)
  • 7. Pappmaché herstellen (72%)
  • 8. Eine Tasse Tee machen (65%)
  • 9. Ein Versteck bauen (63%)
  • 10. Auf einen Baum klettern (59%)
Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden