Mi, 21. Februar 2018

Alle gegen Hollande

03.03.2012 20:07

Bericht: Merkel führt Bündnis gegen Sarkozy-Rivalen an

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und weitere Regierungschefs von EU-Staaten haben nach einem Bericht des deutschen "Spiegel" vereinbart, den französischen Präsidentschaftskandidaten Francois Hollande (Bild) im Wahlkampf nicht zu empfangen. Der vertraulichen Absprache zwischen Merkel, Italiens Regierungschef Mario Monti und Spaniens Ministerpräsident Mariano Rajoy soll sich auch der britische Premier David Cameron angeschlossen haben.

Die konservativen Politiker seien, so berichtet der "Spiegel", vor allem empört darüber, dass der Sozialist Hollande angekündigt hat, im Falle seiner Wahl den zwischen 25 EU-Mitgliedern geschlossenen Fiskalpakt neu verhandeln zu wollen. Der vor allem auf Betreiben Merkels beschlossene Pakt gilt als zentraler Baustein der Euro-Rettung.

Cameron macht zwar beim Fiskalpakt nicht mit, wünscht sich dem Bericht zufolge aber ebenfalls, dass der Konservative Nicolas Sarkozy in Frankreich an der Macht bleibt. Merkel hat sogar angekündigt, Sarkozy im Wahlkampf aktiv zu unterstützen. Andererseits will SPD-Chef Sigmar Gabriel gemeinsam mit Hollande wahlkämpfen.

Westerwelle fordert Zurückhaltung
Der deutsche Außenminister Guido Westerwelle der liberalen FDP riet "allen deutschen Parteien zu Zurückhaltung". Der Zeitung "Welt am Sonntag" sagte er: "Die parteipolitische Auseinandersetzung in Deutschland darf nicht nach Frankreich verlagert werden." Die Bundesregierung werde "keinen Zweifel daran lassen, dass Deutschland mit jeder Regierung, für die sich das französische Volk entscheidet, hervorragend zusammenarbeiten wird". Deutschland werde derzeit als besonders stark und einflussreich in Europa wahrgenommen. Aber gerade der Starke habe "eine Verpflichtung, mit seiner Stärke sensibel und verantwortungsvoll umzugehen".

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