Fr, 23. Februar 2018

7,8 Mrd. $ zu zahlen

03.03.2012 08:33

Ölpest im Golf von Mexiko: BP einigte sich mit Klägern

Der britische Ölkonzern BP hat sich nach Angaben eines US-Gerichtes mit Tausenden US-Klägern auf Entschädigungszahlungen für die Ölpest im Golf von Mexiko geeinigt. Wie der Konzern mitteilte, wurde eine Einigung im Umfang von 7,8 Milliarden Dollar (5,9 Milliarden Euro) getroffen. Die Klagen der US-Regierung und mehrerer US-Bundesstaaten gegen BP seien von der Einigung unberührt.

In früheren Berichten war von bis zu 15 Milliarden US-Dollar (11,37 Milliarden Euro) die Rede gewesen. Der mit dem Verfahren beauftragte Richter Carl Barbier hat den für kommenden Montag geplanten Prozess in New Orleans verschoben.

Die Einigung führe wahrscheinlich dazu, dass sich die Voraussetzungen für den Prozess grundlegend ändern werden. Deshalb sei er verschoben worden, hieß es in einer Mitteilung des Gerichtes in New Orleans, die von Barbier unterzeichnet ist.

Der Start des Mammutprozesses mit Tausenden Klägern und Millionen von Prozessdokumenten war ursprünglich bereits für den 26. Februar geplant gewesen. Die Parteien erreichten dann zunächst eine Verschiebung auf den 5. März und nun einen weiteren Aufschub.

"Deepwater Horizon" explodierte
Bei dem Unglück im Golf von Mexiko im April 2010 war die Ölplattform "Deepwater Horizon" explodiert. Elf Menschen starben. Zwischen vier und fünf Millionen Barrel (je 159 Liter) Öl liefen 87 Tage lang ins Meer.

Betroffene Privatleute, Firmen, Kommunen, US-Bundesstaaten sowie die Zentralregierung in Washington reichten Klagen gegen BP und andere beteiligte Firmen ein. BP hat das Desaster nach eigenen Angaben bereits 7,5 Milliarden US-Dollar gekostet. Zum Teil zahlten sie damit Entschädigungen, der Rest floss in die Aufräumarbeiten.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden