Mo, 19. Februar 2018

Kurz vor Landung

02.03.2012 17:01

Cessna aus Linz in Deutschland abgestürzt: 5 Tote

Beim Absturz eines Kleinflugzeugs im deutschen Bundesland Hessen sind am Donnerstagabend fünf Menschen getötet worden. Die Cessna auf dem Weg von Linz zum südhessischen Flughafen Egelsbach stürzte kurz vor der Landung ab. Unter den Opfern soll sich entgegen ersten Annahmen auch ein Österreicher befinden, was allerdings erst durch eine DNA-Analyse bestätigt werden müsse, erklärte das Außenministerium.

Die Cessna vom Typ Citation X mit 16 Tonnen Eigengewicht trug nach Angaben der Behörden ein US-Kennzeichen. Der Business-Jet gehörte demnach nicht zu der Flugzeugflotte, die in Linz stationiert ist, und hatte den Flughafen überhaupt zum ersten Mal angeflogen.

Über die Zahl der Insassen wurden zunächst unterschiedliche Angaben gemacht. Bei Flügen der Allgemeinen Luftfahrt gibt es keine Passagierlisten, wegen Schengen sind auch keine Passkontrollen notwendig - es gibt lediglich die auch bei Linienflügen üblichen Sicherheitskontrollen. Mittlerweile seien aber fünf Menschen tot geborgen worden, hieße es am Freitagnachmittag.

Maschine in Flammen aufgegangen
Die Maschine wollte planmäßig auf dem Flugplatz Egelsbach landen. Nach Angaben einer Flughafensprecherin hatte der Jet bei seinem Anflug auch bereits Funkkontakt mit dem Tower. "Er hat uns gesehen, wir haben ihn gesehen - es war zunächst alles in Ordnung."

Etwa vier Kilometer vom Flugplatz entfernt stürzte das Flugzeug dann aber in ein Waldgelände unweit der Autobahn 661. Offenbar hatte es es im Sinkflug Baumwipfel gestreift, zerschellte am Boden und ging in Flammen auf. Ein Polizeisprecher sagte, zum Zeitpunkt des Unglücks sei es in der Gegend nebelig gewesen. Die deutsche Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung übernahm die Ermittlungen zur Unglücksursache.

Bereits mehrere Unglücke in der Region
Der Flugplatz Egelsbach liegt nur wenige Kilometer südlich von Frankfurt. Er konzentriert sich vor allem auf Geschäftsreisende in kleineren Flugzeugen sowie Hubschrauber. Nach eigenen Angaben ist er der größte deutsche Privatflugplatz.

Erst im Juni 2010 starb beim Absturz eines Sportflugzeugs nahe des Flugplatzes ein 54-jähriger Passagier. Der 56 Jahre alte Pilot, der wegen eines Strömungsabrisses nach einem Steigflug die Kontrolle über die einmotorige Maschine verloren hatte, wurde schwer verletzt.

Anfang Dezember 2009 waren unweit der jetzigen Unfallstelle drei Geschäftsleute aus dem Raum Offenbach beim Absturz eines zweimotorigen Kleinflugzeugs ums Leben gekommen. Als Unglücksursache wurde damals ein Pilotenfehler ebenfalls im Nebel vermutet.

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