Di, 24. Oktober 2017

"Concordia"-Unglück

18.02.2012 14:32

Kokain im Haar: Rätsel um Drogen-Test Schettinos

Großes Rätsel um den Drogentest von "Costa Concordia"-Kapitän Francesco Schettino: Zwar hatte der 52-Jährge laut Test vor dem Unfall am 13. Jänner keine Drogen genommen, doch sollen auf der Oberfläche der Haare minimale Kokainspuren entdeckt worden sein. Jemand, der zuvor Kokain eingenommen hatte, dürfte Schettinos Haare berührt haben, verlautete am Samstag aus italienischen Justizkreisen.

Schettino befindet sich immer noch unter Hausarrest in seiner Wohnung in Meta di Sorrento bei Neapel. Ein Ansuchen auf Freilassung war vor zehn Tagen von einem Gericht in Florenz abgelehnt worden.

Anhörung im März
Unterdessen wurde für den 3. März eine gerichtliche Anhörung in Grosseto anberaumt. Die Staatsanwaltschaft der toskanischen Stadt führt die Ermittlungen zum Schiffbruch des Kreuzfahrtschiffs, das mehr als 4.000 Menschen an Bord hatte, als es einen Felsen rammte und kenterte.

Wettbewerb um Bergung des Wracks
Costa Crociere, Betreiber des auf Grund gelaufenen Kreuzfahrtschiffs, sollen bis zum 3. März Arbeitspläne für die Bergung des Wracks vorgelegt werden. Bis zum 15. März wird ein wissenschaftliches Komitee des italienischen Zivilschutzes die Vorschläge der zehn Gesellschaften überprüfen, die am Wettbewerb für die Bergung des Wracks teilnehmen wollen, berichtete der italienische Umweltminister Corrado Clini in einer Ansprache vor dem Parlament.

Zu den Firmen, die sich an der Ausschreibung beteiligen, zählt auch die niederländische Gesellschaft Smit Salvage. Sie wurde bereits von Costa Crociere mit dem Abpumpen des Öls beauftragt, das sich noch im Tank des Wracks befindet. An der Ausschreibung beteiligen sich außerdem amerikanische, japanische und italienische Unternehmen. Die Auswahl des besten Konzepts erfolgt bis Ende März.

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