Mo, 18. Dezember 2017

Waggon löste sich

04.02.2012 10:09

Pkw stürzt von Zug auf Gleise - von Railjet gerammt

Schwerer Unfall am Donnerstagabend auf der Westbahn in Salzburg nahe Hallwang: Bei einem Güterzug, beladen mit Autos, löste sich ein Waggon. Dadurch fiel ein Neuwagen auf die Gleise und wurde von einem Railjet gerammt. Verletzt wurde niemand, die Strecke war aber für Stunden gesperrt. Hunderte Bahnreisende saßen fest.

Kurz nach 21 Uhr war der Güterzug mit 22 Waggons von Linz Richtung Villach unterwegs. Geladen hatte die Garnitur der Deutschen Bahn Hunderte Neuwagen. In dem Waldstück der Westbahnstrecke zwischen Hallwang und Elixhausen passierte das Malheur: Vermutlich wegen einer defekten Kupplung (weiteres Bild) löste sich der 13. Waggon einfach ab, der gut 1.000 Tonnen schwere Zug wurde so in zwei Hälften geteilt. Durch den plötzlichen Druckabfall stoppten beide Zugteile automatisch.

"Zum Glück wurde niemand verletzt"
Ein Pkw, der genau oberhalb der defekten Kupplung stand, wurde durch den Unfall auf die Gleise geschleudert. Genau in dem Moment, als der Lokführer nach der Ursache für den Unfall suchen wollte, rammte der entgegenkommende Schnellzug 661 den Wagen auf den Schienen.

"Zum Glück wurde niemand verletzt", sagte ÖBB-Bahnsprecher Rene Zumtobel. Die Westbahn musste allerdings sofort für den gesamten Zugverkehr gesperrt werden. Von Salzburg–Gnigl aus rückte Bernhard Prates, Leiter des technischen Service bei den ÖBB, mit seinem Team und einem Hilfszug aus.

Ankunft in Wien mit 172 Minuten Verspätung
Der demolierte Railjet wurde im Schritttempo Richtung Seekirchen abschleppt. Dort mussten die Passagiere der beschädigten Garnitur bei frostigen Temperaturen in einen Ersatz-Zug umsteigen. Der kam schließlich mit 172 Minuten Verspätung in Wien an.

Andere Bahn-Reisende saßen wegen der Sperre ebenfalls stundenlang im Zug fest. "Es wurden Getränke und ein Snack serviert", schildert ein Salzburger, der von Wien auf dem Weg in die Heimat war und mit dem Railjet in Straßwalchen warten musste. "Nach gut eineinhalb Stunden konnten wir wieder weiterfahren." Nun untersuchen Experten die genaue Unglücksursache.

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