Mo, 23. Oktober 2017

Im Pinzgau erwischt

28.01.2012 17:47

61 Jahre US-Haft für Pizzakoch wegen Vergewaltigung

61 Jahre Gefängnis – so lautet das Aufsehen erregende Urteil eines US-Gerichts für den Vergewaltiger Ali A., der seiner Strafe mit der Flucht aus Kalifornien entkommen wollte. Doch auch eine falsche Identität und seine Künste als Pizzakoch bewahrten den mittlerweile 33-jährigen gebürtigen Afghanen in seiner neuen Wahlheimat Salzburg nicht vor dem langen Arm des Gesetzes. Wie die "Krone" berichtete, wurde er noch mit dem Teig in der Hand verhaftet – und ausgeliefert.

"Du nahmst mir meinen Stolz, meine Würde und mein Selbstwertgefühl! Du bist nichts als ein Feigling, ein sexuelles Raubtier der schlimmsten Art!" – Voller Abscheu schrie eines der Opfer am US-Gericht in Orange County (Kalifornien) seinem Peiniger ins Gesicht.

2006 in Österreich mit Alias-Namen untergetaucht
Der Angeklagte starrte regungslos vor sich hin – der gebürtige Afghane wusste, dass die Beweise erdrückend waren. Wie die "Krone" berichtete, hatte er zwei Frauen vergewaltigt, ein weiteres Opfer sexuell genötigt. Ehe der nun 33-Jährige flüchtete und schließlich 2006 in Österreich mit Alias-Namen als Asylant untertauchte.

"Hatte noch den Teig in der Hand, als sie ihn fassten"
Doch auch in seiner Wahlheimat Salzburg – er arbeitete in einem Hotel in Neukirchen im Salzburger Pinzgau als Pizzakoch – wurde er wenig später erneut mit einer Vergewaltigung in Verbindung gebracht. Seine DNA ließ die Alarmglocken im FBI-Computer schrillen. Festnahme 2010, Auslieferung! "Er hatte noch den Teig in der Hand, als sie ihn fassten", so die Ex-Chefin des Täters. "Es gab nie was zu beanstanden, er machte die besten Pizzen weit und breit."

Seine Kochkünste kann Ali A. jetzt bestenfalls in der Häfnkantine präsentieren – er wandert für 61 Jahre ins Gefängnis. Ein Schuldspruch, der in Österreich übrigens undenkbar wäre – Höchststrafe für einen zurechnungsfähigen Vergewaltiger: 15 Jahre...

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