Do, 14. Dezember 2017

Nach Umsatzeinbruch

24.01.2012 12:52

Neuer Dienst soll in Deutschland SMS ablösen

Wegen sinkender Umsätze im SMS-Geschäft sollen mehrere Mobilfunkunternehmen in Deutschland einen Nachfolge-Dienst namens "Rich Communication Suite enhanced" (RCS-e) lancieren. Entwickelt vom Branchenverband GSMA, soll dieser nach Angaben des Nachrichtenmagazins "Focus" noch im Frühjahr starten und den einfachen Austausch von Text- und Sprachnachrichten, Bildern, Videos und anderen Dateien ermöglichen.

Dem Bericht zufolge wollen Deutsche Telekom, Vodafone und Telefonica mit dem Dienst die zunehmende Abwanderung des SMS-Geschäfts hin zu Messenger-Diensten oder sozialen Netzwerken wie Facebook im Internet stoppen. RCS-e soll dafür theoretisch auf allen Mobiltelefonen und Netzen verwendet werden können. In der Praxis soll sich allerdings bereits der deutsche Anbieter E-Plus gegen die Einführung ausgesprochen haben.

"Im Gegensatz zu vorhandenen Messaging-Diensten müssen sich die Kunden der Netzbetreiber, die RCS-e anbieten, keine Gedanken mehr machen, welche Kontakte welchen Messenger nutzen und wer wie am besten zu erreichen ist", zitiert der "Focus" einen Vodafone-Sprecher. So soll zum Beispiel schon im Adressbuch angezeigt werden, ob sich ein Kontakt in einem Gebiet mit schnellem Datentransfer befindet, um ein Video empfangen zu können.

In Österreich ist man von einer Ablösung der SMS indes noch weit entfernt. Wie Gregor Wagner, Pressesprecher des Forum Mobilkommunikation, auf Nachfrage von krone.at erklärte, erfreuen sich Textnachrichten weiterhin steigender Beliebtheit. Demnach wurden allein 2010 6,4 Milliarden SMS verschickt, was einem Plus gegenüber 2009 von 10,3 Prozent entspreche.

Einer – wenn auch nicht repräsentativen – Umfrage unter 30.000 Facebook-Nutzern zufolge wollen trotz Internetanbindung am Smartphone weiterhin 38,7 Prozent nicht auf ihre SMS-Funktion verzichten. Die Kommunikation via Textnachricht sei "persönlicher" und "verbindlicher".

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