Di, 21. November 2017

Tiertransporte

23.01.2012 15:23

Rollende Tierqual auf Europas Straßen

Es passiert in dieser Sekunde, in dieser Minute - Hunderte Tiertransporte mit Tausenden Kühen, Schafen, Schweinen und mehr rollen quer durch Europa! Jeder einzelne Vierbeiner - eine gequälte Seele, grausam von Menschen zur bloßen Fleischware degradiert, seiner Würde und seiner einfachsten Lebensbedürfnisse beraubt. In Brüssel ist dieses Leid aber kein Thema.

Lediglich einige wenige Mandatare lehnen sich gemeinsam mit der "Krone"-Tierecke gegen dieses himmelschreiende Unrecht auf! Unser Hauptverbündeter bei der EU: der rotweißrote Europamandatar Jörg Leichtfried. Und der kann jetzt wenigstens einen Erfolg von der Bürgerfront vermelden. Denn nach aktuellem Stand haben bereits 1.0666.446 Bürger der Union eine Protestunterschrift geleistet.

Der wesentliche Inhalt des Manifests: Stoppt die Tiertransporte! Denn die derzeitige Gesetzgebung erlaubt es, dass Tiere mehrere Tage herumgekarrt werden können! Die Mindestforderung: Lebende Kühe, Schafe, Schweine, die für eine Schlachtung vorgesehen sind, sollten niemals länger als acht Stunden transportiert werden dürfen! Doch schon jetzt werden nicht einmal Minimalstandards eingehalten. Und kontrolliert wird kaum.

Laut aktueller Statistik entsprechen gewaltige 67 Prozent der Lebendtiertransporte nicht den ohnehin schon laxen Richtlinien der EU! Denn die sehen nicht einmal spezielle Tränksystem, die den Bedürfnissen der einzelnen Tierarten entsprechen, vor. Dabei müsste jetzt und sofort gehandelt werden. Auch im Sinne der Konsumenten!

Österreichs Tierschutz-Ikone Maggie Entenfellner (Co-Autorin dieser Reportage): "Wir plädieren für Kühltransporte. Wenn schon geschlachtet werden muss, warum nicht am Ausgangsort? Fleisch lässt sich viel besser – und ohne Leid - transportieren." Noch besser aber: Auf heimische Lebensmittel zurückgreifen. Agrar-Rebell und IG-Fleisch-Obmann Leo Steinbichler: "Unsere Bauern rufen ihre Kühe meist noch mit dem Namen. Und behandeln sie mit Respekt und Würde."

Auch Fritz Hardegg, Biobergbauer und Obmann aller Hochlandrinderzüchter Österreichs, appelliert an die heimischen Konsumenten: "Auf die wertvollen Bio-Lebensmittel aus rotweißroten Ställen zurückgreifen. Und mit jedem Einkauf eine bäuerliche Familie in der Heimat stärken!" Draußen in Brüssel will derweilen auch Mandatar Leichtfried weiter kämpfen. Auch gegen den erbitterten Widerstand der konservativ gefärbten, frächterfreundlichen Kommission. "Wir werden nicht locker lassen, bis wir ein EU-weites Verbot durchgesetzt haben."

In der Infobox findest du ein Protestformular gegen die rollende Tierqual auf Europas Straßen. Ausfüllen, abschicken und ein Zeichen gegen grausame Tiertransporte setzen!

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