Do, 23. November 2017

Präsidenten-Farce?

12.01.2012 14:41

Bruder: „Kim Jong Un ist bloß eine Marionette“

Der ältere Bruder des neuen nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un scheint nicht viel von dem "Junior" an der Staatsspitze zu halten. Laut einem Zeitungsbericht sieht er in ihm nur eine Marionette, die von der herrschenden Elite zur Machtsicherung benutzt werde. Ohnehin hätte sein Vater das Vererben von Ämtern abgelehnt.

"Ich frage mich, wie ein junger Erbe nach lediglich zwei Jahren Ausbildung in der Lage sein soll, die absolute Macht zu übernehmen", schreibt der in China lebende Kim Jong Nam in einem Mail an die japanische Zeitung "Tokyo Shimbun". Sein Bruder sei lediglich ein "Symbol" an der Spitze des Staates, die Macht halte in Wirklichkeit eine kleine Clique in ihren Händen.

Vor einem Jahr hatte Kim Jong Nam ebenfalls in dem Blatt mitgeteilt, dass sein Vater stets gegen eine Erbfolge an der Spitze des nordkoreanischen Staates gewesen sei. Diese passe nicht zum Prinzip des Sozialismus.

Disneyland als Stolperstein
Der 40-jährige Kim Jong Nam war Anfang 2000 in Ungnade gefallen, weil er versucht hatte, mit einem gefälschten Pass nach Tokio zu reisen, um das dortige Disneyland zu besuchen. Er ist ein Halbbruder des neuen Machthabers und lebt derzeit abwechselnd in Macao und Peking.

Kim Jong Il, der Vater von Kim Jong Un und Kim Jong Nam, war am 17. Dezember gestorben. Er hatte das kommunistische Land mit harter Hand regiert. Kim Jong Nam hatte einem Medienbericht zufolge in Pjöngjang heimlich von seinem Vater Abschied genommen. Dafür war er am 17. Dezember mit falschen Papieren nach Nordkorea eingereist, berichtete die japanische Zeitung "Yomiuri Shimbun". Die Abwesenheit des 40-jährigen Sohnes bei den offiziellen Trauerfeierlichkeiten hatte zu Spekulationen über einen Machtkampf um die Nachfolge Kim Jong Ils geführt.

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