Sa, 18. November 2017

Bergdrama in NÖ

03.01.2012 11:23

Pfadfinder (11) bei 150-Meter-Absturz schwer verletzt

Ein elfjähriger Bub ist am Montagnachmittag während eines Pfadfinder-Winterlagers in Niederösterreich laut Polizei rund 150 Meter über eine steile und felsige Waldböschung gestürzt und schwer verletzt worden. Das Kind wurde in Tiefschlaf versetzt und drei Stunden lang operiert. Sein Zustand sei stabil, teilte eine Sprecherin des AKH Linz am Dienstagvormittag mit.

Laut Polizei geschah der Unfall während des Pfadfinderlagers in Oberamt in der Mostviertler Gemeinde Gresten-Land, an dem eine Gruppe aus Oberösterreich und eine aus dem niederösterreichischen Blindenmarkt mit insgesamt 13 Kindern im Alter von elf bis 16 Jahren teilnahm.

Der Bub kletterte am Nachmittag nahe einer Berghütte über einen Viehzaun, obwohl dies ausdrücklich untersagt war, und stürzte ab. Der 16-jährige Bruder des Verunglückten, der das Unglück mit ansehen musste, schlug sofort Alarm. Der am Kopf schwer verletzte Bub wurde noch in dem steilen Waldstück medizinisch versorgt und in künstlichen Tiefschlaf versetzt. Er musste auch beatmet werden.

Rettungsaktion unter schwierigen Bedingungen
Die Bergung des Buben gestaltete sich schwierig und dauerte laut "144 - Notruf NÖ" etwa drei Stunden. Auf einer Gebirgstrage musste der Elfjährige von Helfern der Bergrettung Waidhofen a.d. Ybbs und der Feuerwehr etwa 100 Meter über die steile und felsendurchsetzte Böschung auf eine Straße abgeseilt werden. Erst dann war es möglich, ihn per ÖAMTC-Notarzthubschrauber in das Landesklinikum Waidhofen a.d. Ybbs zu fliegen.

Verletzungen als "durchaus bedrohlich" eingestuft
Dort wurde allerdings entschieden, dass der Bub ins AKH Linz gebracht werden soll. Wegen schlechten Flugwetters - Dunkelheit und dichte Nebelschwaden - geschah dies mit einem Notarztwagen des örtlichen Roten Kreuzes. Ein Kriseninterventionsteam betreute unterdessen die geschockten Unfallzeugen.

Am AKH Linz wurde der junge Patient in den Abendstunden vom Unfallchirurgen Axel Mechtler und mehreren Kieferchirurgen drei Stunden lang operiert. Die Verletzungen des Kindes wurden von der Sprecherin des Krankenhauses als "durchaus bedrohlich" bezeichnet.

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