Sa, 25. November 2017

Gebäude zerstört

01.01.2012 12:49

Etliche Großbrände in OÖ und NÖ halten Florianis auf Trab

Mehrere Großbrände haben in der Nacht auf Sonntag die Feuerwehren in Ober- und Niederösterreich auf Trab gehalten: Im niederösterreichischen Gumpoldskirchen musste ein Wohnhaus evakuiert werden. Nahe Krems wurde ein Vierkanthof zum Raub der Flammen. Sechs Feuerwehren kämpften zudem gegen einen Großbrand auf einem Pferdehof in Schlatt im oberösterreichischen Bezirk Vöcklabruck (Bilder 1, 2). Ein Heu- und Strohbergeraum brannte dabei völlig nieder, Menschen wurden nicht verletzt.

Gegen 5 Uhr hatte ein Feuerwehrmann am Heimweg von einer Silvesterfeier in Gumpoldskirchen in einer Wohnhausanlage einen Mistkübelbrand entdeckt und - da er keine Möglichkeit zum Löschen hatte - seine Kollegen verständigt. "Doch von einer Minute auf die andere standen die vier Altpapiercontainer plötzlich im Vollbrand", berichtete der junge Mann. Rasch breiteten sich die Flammen auf das Gebäude aus und drohten, auf mehrere Wohnungen überzugreifen, weshalb er mit der Evakuierung begann (Bilder 4, 5).

Als die Löschfahrzeuge am Einsatzort eintrafen, ging die Meldung über einen weiteren Abfallbehälterbrand in einigen Hundert Metern Entfernung ein, den die Einsatzkräfte aber rasch lokal begrenzen konnten.

Drei Menschen und Katze evakuiert
Ein Atemschutztrupp begab sich in die völlig verrauchte Wohnhausanlage und brachte zuerst die im Erdgeschoß wohnende Hausbesorgerin sowie - mit Hilfe von Fluchtfiltermasken - zwei weitere Menschen aus einer Wohnung im ersten Stock in Sicherheit. Parallel zur Menschenrettung wurde der Löschangriff von außen vorbereitet - die Flammen hatten im Innenhof bereits bis auf das Dachgeschoß übergegriffen. Während der Löscharbeiten wurde in einer Wohnung noch eine Katze entdeckt und gerettet.

"In der Erstphase war die Lage aufgrund der zwei Brandstellen unklar und schwer überschaubar. Der Brand in der Wohnhausanlage breitete sich dramatisch schnell aus", resümierte Einsatzleiter Richard Fleischl. Eingesetzt waren fünf Feuerwehren aus zwei Bezirken mit 17 Fahrzeugen.

In Egelsee bei Krems in Niederösterreich geriet nahezu zeitgleich ein Vierkanthof in Brand (Bild 3). Beim Eintreffen der Feuerwehr stand ein Teil des Hauses in Vollbrand, ein Übergreifen der Flammen auf benachbarte Objekte wurde verhindert. Es entstand hoher Sachschaden.

Feuer auf Pferdehof in Oberösterreich
Kurz nach 2 Uhr früh entdeckten in Schlatt im oberösterreichischen Bezirk Vöcklabruck Nachbarn das Feuer (Bilder 1, 2) auf dem Heimweg von einer Silvesterfeier. Die Feuerwehrkräfte konnten zwar den Vollbrand eindämmen, waren aber stundenlang mit den Löscharbeiten beschäftigt. Erst in den Vormittagsstunden konnte "Brand aus" gegeben werden. Der Schaden ist vorerst nicht bezifferbar, beläuft sich aber laut Experten "weit über 100.000 Euro".

Der 2009 neu gebaute Reitstall wurde schwer in Mitleidenschaft gezogen. Eine damals eingezogene Mauer hatte aber laut Sachverständigem ein Ausbreiten der Flammen verhindern können. Wegen des Schadensausmaßes muss jetzt auch der Staatsanwalt ermitteln. "Die Brandursache zu finden wird schwierig. Es gibt dort dutzende Heu- und Futterballen und auch elektrische Leitungen", so ein Sachverständiger am Sonntag. Erst in zwei Tagen könne mit Ergebnissen gerechnet werden.

Heuwagen brannte lichterloh
Nur eine Stunde zuvor verhinderte ein 65-jähriger Altbauer in der Ortschaft Unterach im Bezirk Vöcklabruck eine Feuersbrunst: Gegen 1 Uhr wurde der Pensionist vom Lärm der Tiere im Stall geweckt. Er sah den Heuwagen in unmittelbarer Nähe zu den Stallungen brennen. Sofort rannte er ins Freie und begann mit einer kleinen Wasserpumpe die Flammen zu löschen, die auf den Hof überzugreifen drohten.

Gleichzeitig verständigte der Pensionist noch die Feuerwehr. Nach den bisherigen Ermittlungen ist laut Polizei eine Entzündung durch einen fehlgeleiteten Feuerwerkskörper wahrscheinlich. Menschen oder Tiere blieben bei dem Vorfall unbeschadet.

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