Mi, 23. Mai 2018

Zwei Frauen gerettet

01.01.2012 11:34

Wien: Haus bei Gasexplosion zerstört - ein Toter

Ein Wiener Reihenhaus ist am Silvesterabend nach einer Explosion durch einen Brand komplett zerstört worden, ein Mann kam dabei ums Leben. Nach Angaben der Polizei dürfte der 44-jährige Hausbesitzer Selbstmord begangen haben, indem er die Explosion mittels Aufdrehen der Gasleitung selbst herbeigeführt habe. Eine Mutter und ihre Tochter konnten sich bei der Detonation in letzter Sekunde aus dem Nachbarshaus retten.

Anrainer hörten am späten Nachmittag einen lauten Knall, danach ging das Haus in der Wulzendorfstraße im Bezirk Donaustadt in Flammen auf.

Den Einsatzkräften bot sich bei ihrer Ankunft ein erschütterndes Bild: Das Reihenhaus des 44-Jährigen stand in Vollbrand. Auch die beiden benachbarten Häuser waren durch die Detonation, bei der die Trümmer des Gebäudes rund 50 Meter weit flogen, beschädigt worden und zur Gänze einsturzgefährdet.

Nachbarinnen flüchteten im letzten Moment
Eines dieser Häuser war zum Zeitpunkt der Explosion zum Glück leer, aus dem zweiten flüchteten eine Frau und ihre Mutter im letzten Moment, sagte Polizeisprecher Mario Hejl. Für die Bewohner der einsturzgefährdeten Häuser wurden bereits Ersatzquartiere gefunden. Anrainer berichteten, dass der bei der Explosion getötete 44-Jährige vor einiger Zeit Selbstmordabsichten geäußert habe.

Die Feuerwehr meldete gegen 20 Uhr Brand aus, allerdings mussten noch bis in den Sonntagvormittag hinein Glutnester bekämpft werden. Insgesamt waren 76 Feuerwehrleute im Einsatz. Die Brände der beiden benachbarten Häuser, die laut Johannes Zinschitz von der Wiener Feuerwehr nicht mehr bewohnbar sind, waren am Sonntag ebenfalls gelöscht. Die Feuerwehr werde noch einige Zeit eine Brandwache abhalten.

Retter entdecken Leichenteile in den Trümmern
Stück für Stück wurde am Neujahrstag im Beisein der Tatortgruppe der Polizei der Schutthaufen, der einmal ein Reihenhaus war, abgebaut. Dabei stießen die Helfer dann auf Leichenteile, berichtete Zinschitz. Die Polizei vermutet, dass es sich bei dem Toten um den 44-jährigen Reihenhausbesitzer handelt. Eine Untersuchung soll nun Gewissheit schaffen.

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