Mo, 20. November 2017

Haus total zerstört

28.12.2011 08:43

Nach Gasexplosion: 45-Jähriger kämpft um sein Leben

Das große Aufräumen nach der verheerenden Explosion in einem Haus im oberösterreichischen Ebensee hat begonnen. Wie berichtet, war eine Gasflasche in einer Wohnung explodiert. Das Gebäude ist so schwer beschädigt, dass es abgerissen werden muss. Was aber noch viel schlimmer ist: Der 45-jährige Mieter der Wohnung, in der das Unglück passierte, schwebt in Lebensgefahr.

"Ich habe nicht nachgedacht, wollte einfach helfen. Da bin ich ins brennende Haus gerannt, hörte Schreie und sah auf der Stiege auch schon den Mann. Ich wusste nicht, wie ich ihn angreifen soll, die Haut war mit seinem Gewand verschmolzen", berichtete Ersthelfer Reinhard A. von den bangen Minuten, als noch keine Feuerwehr, keine Sanitäter vor Ort waren.

Stundenlange Notoperation in Linz
Wie alle Ebenseer hatte er den Knall gehört, den die explodierende Propangasflasche in der Postgasse verursachte, kurz darauf stand schon alles in Flammen. Der 45-jährige Christian M. war als einziger im Haus, wurde schwerst verletzt und von A. erstversorgt. Im UKH Linz operierten Spezialisten mehrere Stunden, um sein Leben zu retten. Er wird laut Auskunft vom Dienstagabend mehrere Wochen im künstlichen Tiefschlaf bleiben müssen.

"Brand ist eine Katastrophe für uns"
Die restlichen Bewohner haben kein Zuhause mehr. Der zweite Mieter, der 30-jährige Christian L., kam bei seiner Freundin unter. Für die betagte Besitzerin des Hauses, Anna B., muss erst eine Bleibe gefunden werden. Sohn Alfred: "Jetzt muss ich sie unterbringen und weiß nicht, wo. Mit dem Rollstuhl kann sie bei mir nicht bleiben. Der Brand ist eine Katastrophe für uns, ich hab' das noch gar nicht realisiert, weil ich mich um so viel Organisatorisches kümmern muss."

"Explosion hat ein garagentorgroßes Loch gerissen"
Am Tag nach der Explosion begannen Brandermittler, die Ruine von oben bis unten zu untersuchen, die elf Kilogramm schwere Propangasflasche wurde gefunden (Bild). Christian M. war beim Anschrauben des Heizstrahlers an die Flasche offenbar ein Fehler unterlaufen, Gas strömte aus - das Haus ist nun abrissreif. "Die Explosion hat ein garagentorgroßes Loch gerissen, da ist nichts mehr zu retten", so Feuerwehrkommandant Christoph Pilz. Auch einer seiner Leute wurde beim Löscheinsatz verletzt.

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