Sa, 18. November 2017

170 Stellen betroffen

27.12.2011 14:15

Stellenabbau in Anif: Einigung über Sozialplan bei Sony

Der bevorstehende Stellenabbau bei Sony DADC im salzburgischen Anif – krone.at berichtete - wird allmählich konkret: Gewerkschaft und Betriebsrat haben sich bei einer weiteren Verhandlungsrunde am 23. Dezember über die Eckpunkte eines Sozialplanes geeinigt, der demnächst in eine schriftliche Vereinbarung gegossen werden soll. Rund 170 Mitarbeiter sollen betroffen sein, die Zahl könnte aber noch geringer werden, sagte Gewerkschafter Johann Auer am Dienstag.

Denn einerseits werde noch versucht, durch Pensionierungen oder Altersteilzeit-Lösungen die Zahl der Kündigungen zu verringern, und anderseits seien die Auftragszahlen im Bereich der Blu-Ray-Discs noch nicht genau bekannt, so Auer. Die betroffenen Mitarbeiter sollen über den Sozialplan unterstützt werden, wobei Härtefälle mit besonderen finanziellen Abgeltungen abgefedert werden sollen, etwa durch einen Kinder- oder einen Alterszuschlag. Die Details dürften bis Mitte Jänner feststehen.

In einer freiwilligen Nebenvereinbarung wurde außerdem festgelegt, dass auch Leiharbeiter, die schon mehrere Jahre bei Sony beschäftigt sind und als Folge einer Rückstellung an das Leiharbeiter-Unternehmen von diesem gekündigt werden, eine finanzielle Entschädigung erhalten. Sony beweise damit seine soziale Verantwortung gegenüber betroffenen Mitarbeitern, so Auer in einer gemeinsamen Aussendung mit Betriebsratsvorsitzendem Fritz Wodnar.

Geschäft mit Datenträgern weggebrochen
Da das Internet Datenträger wie CDs und DVDs zusehends verdrängt, war bei Sony DADC das Geschäft in diesem Bereich in den vergangenen Jahren weggebrochen. "Wir hatten in den letzten Jahren jeweils mehr als zehn Prozent Rückgang", sagte Sony-Sprecherin Christina Schobesberger vor gut zwei Wochen. Sie dementierte damals den zuvor in Medien kolportierten Abbau von 300 Stellen. Die Mitarbeiterzahl bei Sony, das zurzeit rund 1.300 Menschen im Bundesland Salzburg beschäftigt, werde auch nach den Restrukturierungsmaßnahmen vierstellig bleiben, so die Sprecherin.

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