Mo, 21. Mai 2018

Sieben Jahre danach

23.12.2011 10:32

Tsunami-Wunder: Tot geglaubtes Mädchen lebt

Ein tot geglaubtes Mädchen ist sieben Jahre nach dem verheerenden Tsunami im Indischen Ozean wieder mit seiner Familie vereint. Die nunmehr 14-Jährige sei von einer Frau aufgezogen worden, die sie zum Betteln gezwungen habe, berichtete der Großvater des Mädchens am Freitag im indonesischen Meulaboh. Der Ort in der Provinz Aceh auf Sumatra war 2004 von meterhohen Flutwellen überrollt worden. Hunderte Menschen kamen uns Leben.

Meri Yulanda, auch Wati genannt, hatte sich nach Angaben ihres Großvaters vor ein paar Tagen in Meulaboh an Anrainer gewandt. Sie sagte, sie suche ihre Familie. Sie erinnere sich aber nur an den Namen des Großvaters: Ibrahim.

Ein Bekannter erzählte Ibrahim davon, der wie viele Indonesier nur einen Namen hat. Er dachte nach eigenen Angaben sofort an seine Enkelin. Ibrahim holte die Mutter Yusnidar, die das Mädchen schließlich unter anderem an einem Muttermal auf der Stirn erkannte.

"Zum Betteln gezwungen und geschlagen"
Die Eltern hatten damals noch versucht, ihre drei Kinder zu retten. Doch als die Wassermassen kamen, wurde die siebenjährige Yulanda von ihnen getrennt. Die Eltern konnten sie auch in den folgenden Tagen nicht finden und dachten, sie wäre tot.

Das Mädchen hat nach Angaben des Großvaters ein schweres Los getroffen. "Meine Enkelin wurde gezwungen zu betteln. Sie wurde geschlagen, wenn sie nicht genügend Geld nach Hause brachte."

Der Tsunami war am 26. Dezember 2004 von einem schweren Erdbeben vor Sumatra ausgelöst worden. Rund um den Indischen Ozean kamen 230.000 Menschen ums Leben, allein auf Sumatra 170.000.

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