Fr, 25. Mai 2018

17 Stockerlplätze

23.12.2011 09:50

Hirscher besser als Raich und fast so gut wie Tomba

Jungstar Marcel Hirscher im Vergleich mit den Besten: Er liegt nur knapp hinter dem großen Alberto Tomba und hat bereits mehr Podestplätze als sein Landsmann Benni Raich im gleichen Alter vorzuweisen.

Der Weltcup macht für ein paar Tage Weihnachtspause. Aber der junge Mann, der bei den Herren die Gesamtwertung anführt, steigt dennoch auf seine Skier. "Es hat so viel geschneit, dass ich unbedingt den Tiefschnee genießen muss", verrät Marcel Hirscher.

Und das Grinsen in seinen Augen würde nicht erahnen lassen, dass er nach sechs Top-Sechs-Ergebnissen in seinen ersten sechs Saisonrennen ausgerechnet beim Heim-Slalom in Flachau ausgefallen war. "Ich habe voll riskiert, da kann so ein Einfädler leicht passieren. Was soll ich außerdem unzufrieden sein? Sorgen würde ich mir machen, wenn ich 15. geworden wäre und nicht weiß, warum – aber so…"

Auch bei diesen Worten klingt viel Professionalität durch, viel sportliche Abgebrühtheit für einen 22-Jährigen. Und beides manifestiert sich neben Hirschers Ehrgeiz, Einsatz und außergewöhnlichem Talent auch im Vergleich mit den sechs erfolgreichsten Läufern der Weltcup-Geschichte.

Tomba nur einmal öfter unter den Top Drei
Nur Ingemar Stenmark, Marc Girardelli und Pirmin Zurbriggen hatten in seinem Alter über deutlich mehr Podestplätze jubeln können. Aber Alberto Tomba war bis dahin auch nur einmal öfter in die Top Drei gefahren. Landsmann Benni Raich, einst ebenfalls wie ein Komet am Ski-Himmel aufgestiegen, sogar deutlich seltener. Und Hermann Maier hatte mit 22 vom Weltcup nicht einmal träumen dürfen.

"Mir fehlt noch sehr viel"
Noch beeindruckender macht seine Bilanz mit 17 Stockerlplätzen die Tatsache, dass er vergangene Saison von seinem Knöchelbruch gestoppt wurde. Auch damals war er in Höchstform. Wie jetzt. "Aber zu einer wirklichen Dominanz", sagt er selbst mit dem Blitzen der gewohnten Angriffslust in den Augen, "fehlt noch sehr, sehr viel."

Im Jänner will er einen weiteren Schritt in diese Richtung machen. Dann, wenn all die schweren und steilen Hänge kommen, die ihm wirklich so richtig liegen. Adelboden, Wengen, Kitzbühel oder Schladming. Aber in den nächsten Tagen hat Marcel, dessen Mutter Niederländerin ist, nur seinen Heimatort Annaberg im gedanklichen Blickfeld. Dort feiert er Weihnachten. "Und ich freu mich echt darauf. Auf die Familie, auf die Freunde, die ich teilweise lange nicht gesehen habe – und vor allem auf die holländische Nudelsuppe der Frau Mama…"

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