Do, 23. November 2017

Strategie geändert

22.12.2011 18:40

Kinder-Schlepper meiden Wien - und starten in NÖ durch

Wer nur an einem Fleck sät, wird auch nur dort ernten - das gilt auch für die Arbeit von staatlichen Organisationen, die Schlepper-Kinder betreuen. Weil die "Drehscheibe" in Wien mit allen Herkunftsländern zusammenarbeitet, meiden die Schlepper Wien inzwischen wie die Pest - und schicken die Kleinen nach Niederösterreich.

In der "Drehscheibe Augarten" gibt es etwas zu feiern: Zum ersten Mal seit zehn Jahren wurde heuer in der Vorweihnachtszeit kein einziges Schlepper-Kind beim Betteln aufgegriffen. Chef Norbert Ceipek: "Das ist das Ergebnis unserer länderübergreifenden Arbeit. Landet bei uns zum Beispiel ein Mädchen aus Rumänien, dann informieren wird dort nicht nur die Behörden, sondern bringen es zurück."

Ceipek: Schlepper "meiden Wien wie die Pest"
Nur so könnten die Experten sichergehen, dass die Eltern das junge Opfer nicht ein zweites Mal an Schlepper verkaufen. Ceipek ist überzeugt: "Durch unsere Taktik meiden die Menschenhändler jetzt Wien wie die Pest."

Ganz anders sieht es in Niederösterreich aus. Weil Wien für die Kriminellen ein zu gefährliches Pflaster geworden ist - schicken sie die Kleinen in St. Pölten auf die Straße. Doch warum existiert dort noch keine Einrichtung wie die "Drehscheibe"? "Weil jedes Bundesland diese gravierenden Probleme anders angeht", so Ceipek zur "Krone".

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden