Sa, 26. Mai 2018

Eier-Tanz

22.12.2011 15:39

Jamaikaner wollen ihre "Schmuggel-Papageien" zurück

Sie waren in Keksschachteln und eine Kokosnuss gepfercht - 74 weiße Papageien-Eier. Um die zerbrechliche und vor allem illegale Fracht, die Zöllner Mitte April auf dem Flughafen Wien-Schwechat beschlagnahmt haben, ist mittlerweile ein Streit zwischen Österreich und Jamaika entbrannt. Das Konsulat will vermitteln.

5.000 ihrer Art gibt es noch auf der Karibik-Insel Jamaika - als besonders schützenswert sind die Jamaika- und Rotspiegelamazonen dort aber nicht eingestuft. "Auf Jamaika werden die Vögel abgeschossen", erzählt eine Insiderin. Trotzdem will der Insel-Staat "sein Eigentum" retour, obwohl die 45 Vögel im Tiergarten Schönbrunn aufgepäppelt wurden.

Konsul plädiert für "Kooperation der Staaten"
Der Honorarkonsul Robin L. Lumsden versucht jetzt zu vermitteln. Die Eigentumsfrage der Schmuggel-Eier müsse geklärt werden, er plädiert für eine "Kooperation der Staaten".

"Die Vögel wurden in Wien mit der Hand aufgezogen", so Lumsden. Dass sie auf Jamaika selbstständig überleben können, bezweifelt er. Sein Plan: die Papageien als Attraktion im Tiergarten Schönbrunn erhalten, um die genetische Vielfalt sicherzustellen.

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