Di, 21. November 2017

Kampf gegen Tierleid

21.12.2011 15:42

„Krone“ in Kiew: „Es ist schon sehr, sehr schlimm“

Es ist der Höhepunkt der "Krone"-Hilfsaktion in der Ukraine: Der Lkw mit Hilfsgütern ist in Kiew eingetroffen. "Krone"-Tierlady Maggie Entenfellner und ihr Team versorgen die 1.600 Hunde und 186 Katzen im Tierasyl "SOS". Im Schein einer Schreibtischlampe wird operiert - als diese ausfällt, bleibt nur noch der Scheinwerfer der krone.tv-Kamera. "Es ist schon sehr, sehr schlimm", so Tierärztin Iris Fröhlich, die die Tiere durchimpft. Maggie trifft unterdessen ukrainische Journalisten und Politiker, darunter den Umweltminister. Die Gespräche stärken die Hoffnung, dass künftig menschlicher mit den Straßenhunden umgegangen wird. Bis zur EURO werden die Augen trotzdem auf die Ukraine gerichtet sein.

Die Zentralregierung in Kiew hat die Kommunen angewiesen, das Töten von Straßenhunden einzustellen. Das Umdenken geschieht jedoch leider sehr langsam. Maggie Entenfellner und ihr Team sind dankbar ob der vielen Versprechen, die bei dem Besuch in Kiew von der Politik gegeben wurden. Leider gibt es noch keine fixen Zusagen für Kastrationsprojekte in der gesamten Ukraine. Um dies zu forcieren, wird die "Krone"-Tierecke gemeinsam mit Alexander Willer, dem Vizepräsidenten des Verbands "pro-tier", und Otmar Scheffknecht, dem Vorsitzenden der Tierschutzgruppe WEEAC, sowie einem deutschen Tierschutzverein einen Brief an verschiedene ukrainische Politiker schreiben.

"Krone"-Tierlady Maggie Entenfellner: "Ich hoffe, dass auf die vielen positiven Gespräche nun auch Taten folgen, um das Leid der Tiere zu lindern. Die wichtigste Maßnahme – und darin sind sich alle Tierschutzorganisationen einig – sind Kastrationen." Nur wenn verhindert wird, dass sich die Hunde weiter vermehren, kann man die Zahl der Streuner reduzieren. Sie auf brutale Art und Weise zu töten und dafür auch noch Geld zur Verfügung zu stellen, stößt zu Recht auf Protest. Das Problem der Straßenhunde findet sich leider nicht nur in der Ukraine. Aber man muss den Fakt, dass dieses Land aufgrund der EURO im Fokus der Aufmerksamkeit steht, nützen, um auch Tierschutz zum Thema zu machen.

Alexander Willer: "Frau Entenfellner war Mitte Dezember mit einer Tierärztin und einer Hilfslieferung vor Ort in Kiew. Der Lokalaugenschein brachte großes Tierelend zutage, gibt aber auch Grund zur Hoffnung. Im Tierasyl 'SOS' in Kiew leistet Tamara Tarnawska hervorragende Pionierarbeit. Sie braucht dringend unsere Unterstützung. Aber nicht nur Medikamente, Operationszeug oder Tiernahrung ist gefragt, es fehlt an Bewusstseinsbildung: Kastrationsprojekte müssen gefördert werden."

Otmar Scheffknecht: "Ich habe die Fotos und Filmberichte von Frau Entenfellners Aufenthalt in Kiew gesehen und war tief betroffen über das dortige Tierleid. Wir werden gemeinsam mit dem Verband 'pro-tier' Lobbying im eigenen Land und bei den ukrainischen Politikern betreiben. Ein Schulterschluss ist Gebot der Stunde. Schließlich blickt die Weltöffentlichkeit gerade jetzt - vor der EURO 2012 - in die Ukraine." Maggie Entenfellner fasst zusammen: "Nicht nur Kastrationsprojekte müssen ins Leben gerufen und Tierheime den westlichen Standards angeglichen werden, es gilt vor allem eines: Hoffnung schenken! Und die Hoffnung wird zur Realität, wenn Tierschutzorganisationen gemeinsam an einem Strang ziehen."

Bei dem Treffen der Tierschützer war auch Tamara Tarnawska, Leiterin des Tierasyls "SOS" in Kiew anwesend. Sie brachte die notwendigen Unterlagen und Rechnungen sowie erschreckende Neuigkeiten aus der Ukraine mit: "Wir haben wieder einige Hunde kastrieren lassen und kurze Zeit später finden wir sie vergiftet auf der Straße. So hat das keinen Sinn!" Gleichzeitig betonte sie immer wieder, was die Hilfsaktion der "Krone" für sie bedeutet: "Ihr habt uns nicht nur Futter und Geld gebracht, sondern Hoffnung!"

Benefiz-Punschabend zugunsten der Tiere in der Ukraine,
veranstaltet vom WEEAC Austria am 29. Dezember von 16:00 bis 21:00 Uhr im Maggy´s Inn, Stadlauerstrasse 64, 1220 Wien.
Der Erlös kommt dem Tierheim "SPA-SOS" in Kiew zugute.

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