Di, 22. Mai 2018

Mandat verlängert

14.12.2011 21:41

Blauhelme wachen weiter über Sudan-Grenze

Die umkämpfte Grenzregion Abyei zwischen dem Sudan und dem seit einem halben Jahr unabhängigen Südsudan bleibt unter Aufsicht von Friedenshütern der Vereinten Nationen. Der UNO-Sicherheitsrat verlängerte die Mission UNIFSA (UN Interim Force for Abyei) am Mittwoch um sechs Monate. Die Blauhelme wurden vom mächtigsten UNO-Gremium angewiesen, beiden Seiten bei der Vermessung und Ergründung der genauen Grenzlinie zu helfen.

Der frühere Sudan war nach einem Volksentscheid Anfang 2011 im Sommer in den nördlichen Sudan mit der Hauptstadt Khartum und das neue Südsudan aufgeteilt worden, was international anerkannt wurde. Umstritten ist die ölreiche Region Abyei um die gleichnamige Stadt. Regierungstruppen aus dem Norden hatten das Gebiet kurz vor der Abtrennung des Südens besetzt und Zehntausende Menschen vertrieben. Vor der Teilung dominierte der arabische Norden den schwarzen, rohstoffreichen, aber kaum erschlossenen Süden.

Der Sicherheitsrat ermahnte beide Seiten in der Resolution erneut, endlich ihre Truppen aus dem Gebiet abzuziehen. Die Lage sei brisant, hatte der Untergeneralsekretär für Friedensmissionen, Herve Ladsous, das höchste UNO-Gremium kürzlich gewarnt. Die Blauhelme könnten ihren Auftrag zur Deeskalation kaum erfüllen, weil sich weder der Sudan noch der Südsudan an Abmachungen hielten. Beide Länder bezichtigen sich, Rebellenbewegungen im jeweils anderen Land zu unterstützen. In der Region sind mehr als 2.800 Blauhelmsoldaten stationiert.

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