So, 20. Mai 2018

"Die Gerümpel-Diät"

19.12.2011 12:19

Wie einmal richtig aufräumen beim Abnehmen hilft

Auf deinem Esstisch liegt ein Stapel Magazine, dazwischen kugelt eine Taschentücher-Box herum und wahrscheinlich steht auch noch Geschirr drauf, das du schnell mal zur Seite gestellt hast. Ein Riesendurcheinander also. Was für Ordnungsfanatiker möglicherweise eine Beleidigung fürs Auge ist, könnte bei dir Schuld am hartnäckigen Bauchspeck haben und verhindern, dass du abnimmst.

Der britische Lebenscoach Peter Walsh vertritt die These, dass Aufräumen und Entrümpeln erheblich dazu beitragen können, sein erwünschtes Körpergewicht zu erlangen. Eine unaufgeräumte Wohnung hingegen mache dick.

In seinem Ratgeber "Die Gerümpel-Diät" (erschienen bei Bastei Lübbe) erklärt er, dass Menschen, die in ihrem kleinen Chaos in ihren Wohnungen leben, den Fokus im Leben aus den Augen verloren hätten und damit mit einem unscharfen Verlangen leben würden. Die Folge sei, dass die Leere mit Essen kompensiert werde.

Einzig erfolgreiche Gegenstrategie: Jeder Raum müsse "entschlackt" werden, von der Küche bis zum Schlafzimmer. Und das heißt?

  • Das Schlafzimmer hat eine Figurfalle eingebaut, nämlich den Kleiderschrank. Walsh meint: Dort häufen sich Kleidungsstücke, die uns längst nicht mehr passen. Doch die Hoffnung, in bestimmte Sachen irgendwann wieder reinzupassen, animiere uns nicht, sondern mache träge. Also weg damit! Alle Stücke, die nicht passen, aussortieren und wegschmeißen oder in die Altkleidersammlung geben.
  • Die Küche ist nicht deshalb eine Figurfalle, weil dort die Leckereien zu finden sind, die uns dick machen, sondern weil sie bei Unordnung dazu anregt, faul zu sein. Denn wenn erst einmal Flächen freigeräumt werden müssen, um gesundes Gemüse klein zu schneiden, oder zuerst das volle Waschbecken ausgeräumt werden muss, um das Gemüse zu waschen, überlegen wir nicht lange und holen dann doch wieder die Tiefkühlpizza aus dem Fach.
  • Das Badezimmer ist ebenfalls eine Gefahrenzone für die Hüften. Walsh meint, dass es effektiver sei, die Waage zu entsorgen und sich stattdessen einen Ganzkörperspiegel anzuschaffen, der einen zwingt, sich von oben bis unten zu betrachten und die Problemzonen zu erkennen. Wegwerfen sollte frau auch sündteure Anti-Cellulite-Cremen. Die Wirksamkeit sei fraglich.
  • Das Wohnzimmer ist der Raum, in dem wir häufig Bücher lagern. Auch die unzähligen Diätratgeber, die nicht wirklich Erfolg gebracht haben. Sie erzählen die Geschichte deines Misserfolgs. Schmeiß sie weg und nütze den Platz lieber für die Dinge, die dir mehr Freude machen, wie eine Vase oder Bilder.
  • Der Esstisch ist, wie anfangs erwähnt, ebenfalls Tatort für Ernährungssünden. Der Platz, an dem man isst, sollte frei von Müll sein und genügend Raum bieten, um dort zu essen und nicht wieder am Sofa vor dem Fernseher mit dem Teller auf dem Knie zu landen. Denn dort schaufelt man das Essen sinnlos in sich hinein und merkt gar nicht, dass man gegessen hat.

Zusammengefasst: Ordnung schaffen, Unnötiges wegwerfen - und schon rutscht die Hose, die dann auch gleich entsorgt werden kann, weil du eine kleinere Größe benötigst.

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