Mi, 23. Mai 2018

Massenschlägerei

12.12.2011 09:26

GAK- und Sturm-Fans lieferten sich "Prügel-Derby"

Zum "Showdown" um Mitternacht sind am Wochenende mehr als 100 Sturm- und GAK-Fans im Grazer Jakominiviertel angetreten. 50 Polizisten waren nötig, um die sinnlose Massenprügelei in der Nacht auf Sonntag zu beenden: "Wir haben sogar Kollegen aus Graz-Umgebung um Unterstützung bitten müssen", sagt Oberst Benno Kleinferchner.

Mit dem Match gegen die Wiener Austria, das Sturm am Samstagabend mit 5:1 gewann (siehe Infobox), dürfte der Gewaltexzess nichts zu tun gehabt haben. Die Polizei vermutet, dass die Schlägerei zwischen den beiden Grazer Fangruppen eine ausgemachte Sache war: "Das ist ja nicht das erste Mal passiert, dass sich die Fans zu so einer Rauferei verabredet haben", weiß der Polizeioffizier.

Gegen Mitternacht war es so weit: Etwa 60 bis 70 Sturm-Knofler und 40 bis 50 GAK-Anhänger droschen im Kreuzungsbereich Conrad von Hötzendorf-Straße/Schießstattgasse sinnlos aufeinander ein.

Wenn es um Angriffe auf Polizisten oder um Sachbeschädigungen ging, dann kämpften die beiden Gruppen mit vereinten Kräften: Da wurden Fahrräder und Mülltonnen umgeworfen oder auch Flaschen zerschlagen. Ebenso einig war man sich, die Versorgung der Verletzten betreffend: Alle weigerten sich, sich vom Roten Kreuz versorgen oder gar ins Krankenhaus bringen zu lassen.

"Wir haben alle Kräfte dorthin geschickt"
Das Polizei-Aufgebot war gewaltig. Oberst Kleinferchner: "Die Kollegen, die beim Sturm-Spiel gegen die Wiener Austria Dienst hatten, waren schon nach Hause gegangen. Wir haben alle Kräfte dorthin geschickt, die zur Verfügung gestanden sind. Insgesamt waren etwa 40 Kollegen aus Graz im Einsatz, zehn Beamte haben wir aus der Umgebung zur Unterstützung angefordert."

Doch für die "Kämpfer" gibt es noch ein Nachspiel. Die Polizisten müssen nun klären, wer an der Schlägerei aktiv beteiligt war und wer dabei gegen Gesetze verstoßen hat: "Uns sind die Rädelsführer der beiden Fangruppen bereits bekannt. Es wird sicher Anzeigen geben, auch wegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt."

Symbolbild

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