Mo, 28. Mai 2018

Samstagsspiele

10.12.2011 21:04

Austria verliert bei Sturm 1:5, Ried ist Herbstmeister

Die SV Ried hat sich wie im Vorjahr den Herbstmeistertitel in der tipp3-Bundesliga gesichert. Die Innviertler feierten am Samstag in der 18. Runde einen 2:0-Heimsieg gegen Wiener Neustadt und liegen in der Tabelle nun zwei Punkte vor Rapid (0:0 gegen Innsbruck) und drei vor der Wiener Austria, die in Graz ein 1:5-Debakel erlebte. Im Kampf um den Abstieg besiegte Mattersburg Schlusslicht Kapfenberg mit 2:0.

Sturm Graz - Austria Wien 5:1
Titelverteidiger Sturm setzte seine beeindruckende Heimbilanz fort und fegte die Wiener Austria mit 5:1 (1:1) aus der UPC-Arena. Die Steirer bleiben damit im Rennen um den Meistertitel und sind nicht zuletzt dank dreier Tore von Roman Kienast in der laufenden Saison zu Hause weiter ungeschlagen.

Sturm startete fulminant, mit zwei durchaus gefährlichen Schüssen von Kienast (4.) und Joachim Standfest (5.), fiel im weiteren Verlauf aber etwas zurück. Die Austria sorgte zweimal für Gefahr im Strafraum der Blackies, Jun kam nach Vorarbeit von Solospitze Barazite aber jeweils zu spät (11. bzw. 22.). Just in einer Phase, in der die Austria das Geschehen diktierte, ohne allerdings gefährliche Möglichkeiten herauszuspielen, fiel das 1:0 für die Hausherren. Einen satten Weitschuss von Patrick Wolf "servierte" Austria-Goalie Heinz Lindner, der zuvor gegen Koch stark pariert hatte, Bodul, der wiederum Wallner und Klein austanzte und aus wenigen Metern einschoss (30.).

Noch vor der Pause kamen die Gäste aber zum Ausgleich: Barazite schuf mit einem schönen Dribbling auf der linken Seite Raum, bediente Markus Suttner per Fersler und ermöglichte so die präzise Flanke auf den 1,73 Meter "kleinen" Junuzovic ("Ich war komplett allein und habe Glück gehabt"), der im Zurückspringen einen für Silvije Cavlina unhaltbaren Köpfler anbrachte (43.).

Unbeeindruckt davon starteten die Steirer mit einem Paukenschlag in die zweite Hälfte. Nach einer schönen Flanke von Standfest war Kienast zur Stelle und bezwang Lindner, der den Ball erst klar hinter der Linie bändigen konnte, neuerlich. Es war der Anfang vom Ende der Violetten, die in der Folge zwar offensiver - so kam schon in der 55. Minute Roland Linz für Alexander Gorgon -, aber auch anfällig für Konter wurden. So war es dann auch ein Gegenstoß der Hausherren, der das K. o. für die Austria bedeutete: Wieder war Kienast zur Stelle, diesmal nach Vorlage von Bodul.

Kurz darauf hatte der nunmehr sechsfache Saisontorschütze, der in puncto Vertragsverlängerung bis Jänner zuwarten will, sogar noch die Chance auf das 4:1, traf aber nur die Latte (62.). Erst beim Foulelfer, nach Attacke Wallners an Florian Kainz, durfte Kienast wieder jubeln (71.). Während die Gäste durch Linz nur noch zu einem Stangenschuss kamen (72.), sorgten die Hausherren noch mehrmals für Gefahr, Bodul schloss einen weiteren Konter kurz vor dem Ende perfekt zum 5:1 ab.

Ried - Wiener Neustadt 2:0
Die SV Ried hat die Tabellenführung und damit auch den inoffiziellen Titel des Herbstmeisters erobert. Die Oberösterreicher zogen durch einen mühevollen 2:0-Heimsieg gegen Wiener Neustadt an den Wiener Klubs Rapid und Austria vorbei, die Treffer markierten Anel Hadzic per Foul-Elfmeter (26.) und Thomas Hinum (77.).

Bereits in der vergangenen Meisterschaft hatten die Rieder als Herbstmeister und Winterkönig ordentlich für Furore gesorgt, am Saisonende waren die "Wikinger" dann Cupsieger und Liga-Vierter gewesen.

Ried versuchte mit einer angriffslustigen Anfangsphase der Favoritenrolle gerecht zu werden, die kompakten und taktisch disziplinierten Gäste attackierten aber früh und nahmen den Innviertlern den Wind aus den Segeln. Die erste Topchance ging auf das Konto der Wiener Neustädter, Serkan Ciftci setzte sich gegen Lukas Rotpuller durch, scheiterte jedoch am glänzend reagierenden Ried-Schlussmann Thomas Gebauer (16.). Ein Elfmeter-Tor bescherte den Riedern wie aus dem Nichts die Führung. Wolfgang Klapf brachte Marco Meilinger zu Fall, den Strafstoß verwertete Hadzic sicher und flach ins linke Eck (26.).

Danach hatten die Rieder das Geschehen wieder besser im Griff, kurz vor der Pause musste aber Gebauer neuerlich gegen Ciftci retten (45.). Und auch nach der Pause wackelte die sicherste Abwehr der Liga. Günther Friesenbichler traf per Kopf, das vermeintliche Ausgleichstor wurde jedoch wegen Abseits aberkannt (57.). Die Bemühungen der Niederösterreicher blieben unbelohnt, stattdessen sorgte Hinum mit einem Flachschuss aus 17 Metern ins kurze Eck für das 2:0 und die Entscheidung (77.). Damit war die erste Liga-Pleite der Niederösterreicher seit 29. Oktober besiegelt, den Ehrentreffer verhinderte Gebauer mit einer weiteren Glanzparade gegen Danijel Prskalo (92.).

Mattersburg - Kapfenberg 2:0
Im Kampf gegen den Abstieg hat der SV Mattersburg einen wichtigen Schritt gemacht. Zum Abschluss der ersten Saisonhälfte schlugen die Burgenländer den Tabellenletzten Kapfenberg im Nachzügler-Duell 2:0 (2:0). Für den deutschen Neo-Trainer der Obersteirer, Thomas von Heesen, war es im zweiten Spiel die erste Niederlage.

Der Plan von SVM-Coach Franz Lederer, mit "Respektabstand" in die Winterpause zu gehen, ging vor 3.600 Zuschauern im Pappelstadion voll auf. Zu verdanken hatten die Burgenländer das ihrer Effizienz. Bereits aus dem ersten Torschuss schlugen die Hausherren durch Lukas Rath, der in der 7. Minute den Ball aus über 30 Metern in die Maschen hämmerte, zu. Für den Linksverteidiger war es der Premierentreffer in der Bundesliga.

In der 27. Minute legte Mattersburg nach einer Standardsituation nach. Nach einem Eckball traf Ilco Naumoski zunächst per Kopf nur die Latte; nachdem Kapfenberg den Ball nicht aus der Gefahrenzone brachte, stand Bürger goldrichtig. Bis zum Pausenpfiff hatte Kapfenberg nur einen Freistoß von David Sencar entgegenzusetzen. Der Kapitän traf aus spitzem Winkel aber nur die Stange (32.).

Nach Seitenwechsel verflachte die Partie zunehmend. Obwohl sich Mattersburg darauf verlegte, den Vorsprung zu verwalten, wirkten die Burgenländer wirkten bei ihren Angriffen dennoch gefährlicher als die Gäste. Die Kapfenberger, bei denen der nach einem Luftduell angeschlagene Rene Pitter in der Kabine blieb, waren zwar bemüht, präsentierten sich aber ohne das nötige Selbstvertrauen. Felfernig (51.) und der aufgerückte Mavric (60.) ließen Möglichkeiten auf den Anschlusstreffer ungenutzt. Nach einem Schuss von Mörz musste Mavric auf der Linie sogar noch Schlimmeres verhindern (75.).

Rapid - Wacker Innsbruck 0:0
Zum zweiten Mal in Folge ist Rapid nicht über ein torloses Remis hinausgekommen. Nach einem 0:0 in der Vorwoche in Kapfenberg reichte es auch zu Hause gegen Wacker Innsbruck nur zu einem Punkt.

Rapid-Trainer Peter Schöttel trat in der 18. Runde erstmals mit einer Startformation an, auf die er schon einmal gesetzt hatte - vor zwei Wochen beim 2:1-Sieg in Mattersburg. Lukas Königshofer hütete erneut das Tor, wurde aber erst im Finish ernsthaft geprüft, als die kompakten Innsbrucker einem Tor sogar etwas näher waren. Vor der Pause hatte Wacker nur durch einen Schuss von Daniel Schütz am langen Eck vorbei gefährlich angeklopft (40.).

Die Rapidler taten sich aber ebenfalls schwer. Es fehlten die zündenden Ideen der Kreativkräfte Steffen Hofmann oder Christopher Drazan, um den Ballbesitz gegen die tief stehenden Tiroler in klare Chancen umzumünzen. Die beste Gelegenheit ließ Solospitze Guido Burgstaller aus, der nach Idealpass von Hofmann völlig alleine vor Wacker-Keeper Szabolcs Safar scheiterte (31.). Zuvor war bereits ein Tor von Burgstaller wegen Abseits aberkannt worden (2.).

Einen Flachschuss von Burgstaller hielt Safar sicher (8.), nach Seitenwechsel musste er sich zweimal gegen Christopher Trimmel behaupten (61., 74.). Die Rapidler diktierten das Geschehen in der zweiten Hälfte nicht mehr so klar, überließ in der Offensive mit hohen Bällen auf den eingewechselten Atdhe Nuhiu zu viel dem Zufall. Beinahe hätte Wacker-Stürmer Miran Burgic die Wiener für ihre uninspirierte Vorstellung bestraft, scheiterte aber nach langer Freistoßflanke von Hauser per Kopf (87.). Die acht Spiele ungeschlagenen Rapidler wurden mit Pfiffen verabschiedet.

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