Mi, 23. Mai 2018

Kein Geld von Google

07.12.2011 13:25

77 Millionen Euro fehlen: Mozilla bittet um Spenden

Der unabhängige Softwareentwickler Mozilla steht vor ernsten finanziellen Schwierigkeiten. Bisher hatte Google 103,5 Millionen US-Dollar (umgerechnet rund 77 Millionen Euro) pro Jahr bezahlt, um im Firefox-Browser als Standardsuchmaschine aufzuscheinen. Dieser Vertrag ist jedoch im November abgelaufen - nun bittet Mozilla die Webgemeinde um Spenden.

"Wir sind eine Non-Profit-Organisation, die darum kämpft, das Internet zu beschützen, das wir alle lieben", so Mozilla im Video(siehe oben) zum Spendenaufruf. Zehntausende Freiwillige würden mithelfen, Mozillas Produkte zu entwickeln - für ein freies Internet, in dem jeder alles erschaffen könne.

Die Entwicklung von Firefox und anderer Software wie des E-Mail-Clients Thunderbird werden von der Mozilla Foundation gesteuert und überwacht. Dabei helfen nicht nur Freiwillige im Internet, sondern auch zahlreiche Angestellte, die bezahlt sein wollen - ebenso wie Server, sonstige Hardware und Infrastruktur, um Firefox und Co. zu verbreiten.

Bis zu 85 Prozent der Einkünfte weggebrochen
Schätzungen zufolge war der Suchmaschinen-Vertrag mit Google für 80 bis 85 Prozent der Einkünfte Mozillas verantwortlich - das Auslaufen ist demnach ein schwerer finanzieller Schlag, auch wenn das Unternehmen in den vergangenen Jahren ein komfortables Polster angespart haben dürfte.

Schlechte Verhandlungsbasis für Firefox
Seit Auslaufen der Übereinkunft verhandeln Mozilla und Google über eine Weiterführung, bisher allerdings ohne Ergebnis. Berichten zufolge ist die Beziehung abgekühlt, da für Firefox seit Oktober auch Microsofts Suchmaschine Bing als Voreinstellung angeboten wird. Zudem ist Mozillas Browser im November als zweitbeliebtester Browser der Welt abgelöst worden - ausgerechnet von Googles hauseigenem Chrome.

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