So, 19. November 2017

„War nie ein Thema“

07.12.2011 11:52

Wr. Neustadt und St. Pölten schließen Lizenztausch aus

Ein jüngst kolportierter Lizenzwechsel vom Bundesligisten Wiener Neustadt zum Zweitligisten St. Pölten ist derzeit ausgeschlossen. Das haben am Mittwoch in einer gemeinsamen Pressekonferenz in Wiener Neustadt Vertreter beider Vereine sowie der Klubobmann der niederösterreichischen Volkspartei, Klaus Schneeberger, klargestellt.

"Für uns war die Lizenz des SC Wiener Neustadt nie ein Thema", meinte St. Pöltens Obmann Gottfried Tröstl. Auslöser für die Spekulationen war die für Sommer 2012 geplante Fertigstellung des neuen St. Pöltner Stadions, das vorerst wohl ohne Oberhausverein auskommen muss.

"Ein möglicher Tausch der Fußball-Lizenzen zwischen dem SC Wiener Neustadt und dem SKN St. Pölten kommt nicht in Frage", erklärte Schneeberger. Einzig die Leistung zähle. "Einen Ligawechsel der beiden Teams wird es nur aus sportlichen Gründen geben und nicht, weil in der Landeshauptstadt eine moderne Fußball-Arena steht", meinte er im Hinblick auf die 8.000 Zuschauer fassende und rund 26 Millionen Euro teure Niederösterreich-Arena.

St. Pölten will "unseren Weg nicht verlassen"
Tröstl, dessen Team derzeit 15 Punkte vom Aufstieg entfernt ist, stieß ins selbe Horn. "Wir wollen in die Bundesliga. Aber wir wollen und werden dabei unseren Weg nicht verlassen. Auch in Zukunft werden wir intensiv mit der Akademie zusammenarbeiten und auf blau-gelbe Talente setzen", meinte der Funktionär, der auf die Unterstützung des Publikums setzt. "Ich hoffe, dass die St. Pöltner Fußballfans unsere junge Mannschaft in der Niederösterreich-Arena auf diesem Weg begleiten."

Wr. Neustadts Bestehen soll gesichert werden
"Wir setzen alles daran, das Bestehen des SC Wiener Neustadt in der Bundesliga wirtschaftlich und sportlich zu sichern", bekräftigte Wiener Neustadts Präsident Manfred Rottensteiner (im Bild rechts mit Trainer Peter Stöger), dessen Verein im Sommer 2008 mit Magna-Unterstützung die Lizenz von Schwanenstadt übernommen hatte.

Auch nach dem Abgang von Mäzen Frank Stronach sei man auf einem guten Weg. "Wir haben in der abgelaufenen Saison einen großen Schritt in Richtung der wirtschaftlichen Eigenständigkeit für die Ära nach Magna gesetzt. Selbst in schwierigeren Zeiten ist aber ein Lizenztransfer kein Thema", meinte Rottensteiner. "Ich hoffe, dass alle Gerüchte beseitigt sind."

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