Di, 22. Mai 2018

Ein Totalausfall

07.12.2011 09:31

Dachboxen für den Ski-Transport: Keine Höchstnote

Von acht Dachboxen für den Skitransport, die der ÖAMTC und seine Partnerclubs in Sachen Gestaltung, Handhabung, Fahr- und Crashsicherheit überprüft haben, hat keine einzige die Höchstnote erhalten. Vier Modelle erreichten ein "gut", drei ein "befriedigend". Nicht bestanden hat die günstigste Box, die MAC Daytona 500, bei der die Tester gefährliche Mängel feststellten.

Als Sieger ging die teuerste Dachbox, die Thule Dynamic 800, aus dem Test hervor. Dieses Modell präsentierte sich in Verarbeitung und Handhabung nahezu fehlerlos. Die Höchstwertung wurde allerdings durch ein um 30 Prozent von den Herstellerangaben abweichendes Volumen verhindert, erläuterte der Autofahrerclub.

Die Experten raten, vor dem Kauf einer Box zu testen, ob das Modell den persönlichen Ansprüchen genügt, zum Beispiel hinsichtlich Verschlüssen, Handhabung und Größe. Zu bedenken ist, dass sich mit Dachbox das Fahrverhalten des Autos ändert. So steigt durch die größere Gesamthöhe die Empfindlichkeit bei Seitenwind, auch der Fahrzeugschwerpunkt ändert sich. Im Verbrauchstest erhöhte sich der Treibstoffverbrauch auf der Autobahn um 20 Prozent. Der ÖAMTC empfiehlt, im Interesse von Umwelt und Brieftasche Leerfahrten zu vermeiden.

Zusammenfassung der Testergebnisse nach Anforderungen
Die Gebrauchsanweisungen boten bei allen Dachboxen hinreichende Erklärungen und Übersichtlichkeit. Nur die Anleitung der MAC Daytona 500 fiel aus dem Rahmen, da essentielle Hinweise zur sicheren Montage und Angaben zur Maximalgeschwindigkeit fehlten.

Bei der Volumenüberprüfung wurden teilweise erhebliche Diskrepanzen zu den Herstellerangaben festgestellt. Vor allem der Testsieger von Thule fiel negativ auf. Statt der angegebenen 420 Liter fasst die Box nur 290 Liter. "Noch dazu ist durch die spitze Form nicht einmal dieses Volumen voll nutzbar, was letztlich zur Abwertung führte", erklärt der ÖAMTC-Experte.

Die Kältefestigkeit der Boxen wurde bei einer Temperatur von -20 Grad überprüft. Die meisten Produkte hielten dem Schlag eines 2,5 kg schweren Fallkörpers problemlos stand. Die Mont Blanc Vista brach an einer Stelle, noch wesentlich schlimmer erwischte es die MAC Daytona, die an mehreren Stellen Schäden erlitt und nach der Prüfung völlig defekt war.

In der Kategorie Fahrsicherheit leisteten sich nur die Atera Certo Design und die MAC Daytona im Ausweichtest echte Schwächen. Beide Modelle verrutschten bis zum seitlichen Anschlag der Dachträger. "Da die Boxen sehr hoch sind, bekam das Fahrzeug dadurch einen seitlichen Impuls, der Kippen verursachen kann", erklärt der ÖAMTC.

Beim Crashtest öffnete sich bei allen Boxen durch die Dynamik der Verzögerung der vordere Teil, meist jedoch ohne die Ladung wirklich zu verlieren. Bei den Spanngurten besteht allgemeiner Verbesserungsbedarf. Entweder rissen die Gurte oder sie wurden von scharfkantigen Gurtösen durchtrennt. Besonders schlecht schnitt die MAC Daytona im Crashtest ab, durch fehlende Montagehinweise wurde die Box zum 70 kg schweren Geschoss. "Auch eine alternative Montagemöglichkeit hilft nicht. Werden die Halter anders montiert, durchschlagen die Schier die Box und landen auf dem Boden", so der ÖAMTC.

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