Mo, 28. Mai 2018

Vor neuer Tranche

05.12.2011 14:16

Troika setzt Kontrollen in Griechenland fort

Das pleitebedrohte Griechenland muss sich abermals in die Bücher schauen lassen. Experten der Troika aus EU, der Europäischen Zentralbank und dem Internationalen Währungsfonds begannen am Montag mit ersten Prüfungen der Vorbereitungen für das neue Hilfsprogramm in Höhe von 130 Milliarden Euro. Am 12. Dezember werden auch die Chefs der drei Institutionen in Athen erwartet, berichtete die griechische Presse.

Diesmal geht es nicht nur um Kontrollen. Es werden auch Gespräche darüber geführt, wie weit die Verhandlungen über den freiwilligen 50-prozentigen Schuldenschnitt gediehen sind. Wie die dpa aus Kreisen des Finanzministeriums erfuhr, verliefen diese Verhandlungen bisher "sehr schwierig". Mit einem Ergebnis wird nicht vor Ende Jänner gerechnet.

Die Experten prüfen zudem, wie der neue Haushalt 2012 gestaltet ist. Athen hat sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, nächstes Jahr keine neuen Schulden zu machen.

Acht Milliarden Euro aus dem alten Rettungsfonds
Griechenland soll bis Mitte Dezember von den Euroland-Geldgebern und dem IWF eine Kredittranche in Höhe von acht Milliarden Euro bekommen. Das Geld stammt noch aus dem alten Hilfsprogramm für Athen von 2010 in Höhe von 110 Milliarden Euro und wurde bereits von der Euro-Gruppe freigegeben.

Der Chef der griechischen Notenbank, Giorgos Provopoulos, schlug bereits Alarm: Das Sparpaket müsse jetzt umgesetzt werden. Das nächste Hilfspaket sei "die möglicherweise letzte Chance" für Griechenland, sagte er vergangene Woche im Parlament.

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