So, 27. Mai 2018

CO2-Rekordwerte

05.12.2011 13:17

Dichter Smog sorgt für Chaos auf Flughafen Peking

Dichter Smog hat zu Wochenbeginn Peking fest im Griff. Wegen extrem schlechter Sicht mussten am größten Flughafen der chinesischen Hauptstadt - dem zweitgrößten Flughafen der Welt - bereits Hunderte Flüge gestrichen werden. Auch auf den Autobahnen der Metropole kam es zu erheblichen Behinderungen, wie der staatliche TV-Sender CCTV berichtete. Die Regierung in Peking signalisierte indes erstmals Bereitschaft zur Unterzeichung eines weltweit verpflichtenden Klimaschutzabkommens nach 2020.

Bereits am Sonntag wurden fast 400 Flüge gestrichen, am Montag seien weitere 132 Inlands- und fünf internationale Flüge abgesagt worden, berichtete CCTV auf seiner Website. Fernsehbilder zeigten Tausende Passagiere am Flughafen, die vom Schalter-Personal weggeschickt wurden oder auf andere Reisemöglichkeiten warteten. Am Montag in der Früh schlossen die Behörden laut CCTV auch die wichtigsten Autobahnen, die Peking mit anderen Städten Nordchinas verbinden. Im Laufe des Tages wurden jedoch einige Abschnitte wieder freigegeben, weil sich die Sicht verbessert hatte.

Luftqualität bereits auf "gefährlichem Niveau"?
Während die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Montag meldete, die Luftqualität werde möglicherweise ein "gefährliches" Niveau erreichen, erklärte die US-Botschaft in Peking, die eigene Messungen zum Smog in der Stadt durchführt, dieses Niveau sei bereits erreicht worden. Internationale Organisationen, darunter die UNO, stufen Peking als eine der Städte mit der größten Luftverschmutzung weltweit ein. Grund ist vor allem der steigende Verbrauch von Energie, die vor allem durch Kohle erzeugt wird.

Doch hatte China bisher immer erklärt, als "Entwicklungsland" nicht an Klimabeschlüsse gebunden zu sein, signalisierte es nun erstmals Bereitschaft zum Einlenken. Im Rahmen der noch bis Freitag tagenden UN-Klimakonferenz in Durban wurden erstmals Bedingungen für die Unterzeichnung eines weltweit verpflichtenden Klimaschutzabkommens nach 2020 genannt. Die fünf Bedingungen beinhalten nach Angaben des chinesischen Klima-Verhandlungsführers das erneute Bekenntnis reicher Länder zur Reduzierung der CO2-Emissionen entsprechend des Kyoto-Protokolls sowie kurz- und langfristige finanzielle Hilfen in Milliardenhöhe für arme Länder im Kampf gegen den Klimawandel.

CO2-Ausstoß auf neuem Rekwordwert
Der CO2-Ausstoß durch fossile Brennstoffe stieg nach Angaben von Wissenschaftern des norwegischen Zentrums für Klima- und Umweltforschung im vergangenen Jahr auf einen Rekordwert. Im Vergleich zum Vorjahr sei weltweit ein Anstieg um 5,9 Prozent verzeichnet worden, schreiben die Wissenschafter in einem Beitrag für das Magazin "Nature Climate Change". Nach einem Rückgang 2009 als Folge der Wirtschaftskrise 2008/2009 sei 2010 ein Anstieg auf insgesamt 9,1 Milliarden Tonnen registriert worden. Zuvor hatte bereits das US-Umweltministerium von einem "nie gesehenen" Anstieg auf 9,1 Milliarden Tonnen gesprochen.

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