Mo, 11. Dezember 2017

Wadenbein gebrochen

06.12.2011 09:21

Krampusattacke in Salzburg: "Plötzlich knackste mein Fuß"

Eigentlich wollte die 13-jährige Salzburgerin Jenny bald wieder Snowboarden gehen, aber nach der Attacke eines Krampus beim Lauf in Niedernsill am vergangenen Samstag liegt die Schülerin mit einem Wadenbeinbruch zu Hause. Jetzt sucht die Polizei nach Zeugen und dem Krampus mit weißem Fell und den blau leuchtenden Augen.

Snowboarden und Cheerleading für die Footballer der Mittersill Devils sind die größten Hobby von Jenny aus Niedernsill. Doch derzeit fesselt sie ein Liegegips ans Bett. "Dabei haben wir bald eine große Aufführung. Die muss ich leider auslassen", sagt die Schülerin traurig.

Am Samstag war sie mit ihren drei Freundinnen auf dem Krampus-Rummel im Ortszentrum. Zwölf Passen präsentierten ihre prunkvollen Masken. Die Brauchtums-Schau dauerte bis in die Abendstunden. "Wir standen etwas abseits neben dem großen Feuer", erinnert sich Jenny. "Plötzlich kam der Krampus mit dem weißen Fell und blau leuchtenden Augen zu uns." Zuerst stellte der Krampus ihrer Freundin Lea ein Bein, dann auch ihr. "Ich fiel zu Boden, mein Fuß knackste, es tat sehr weh, ich schrie laut. Er hat uns dann noch mit dem Kuhschweif geschlagen und ist wieder verschwunden“, erinnert sich die Hauptschülerin.

Sofort kamen ihr zwei Krampusse und eine "Hexe" zu Hilfe, nahmen ihre Masken ab und suchten im Getümmel nach dem Übeltäter: vergeblich. Der alarmierte Vater, er hatte den Vorfall nicht gesehen, brachte Jenny ins Spital nach Zell. Jetzt liegt sie mit einem gebrochenen Wadenbein zu Hause.

Mutter: "So etwas geht nicht"
Die 13-Jährige sagt zwar: "Ich hab' das Gefühl, der Krampus hat gar nicht mitbekommen, wie schwer er mich verletzt hat", doch sie hofft, dass sich der Unbekannte meldet oder ihn jemand kennt. "Es waren so viele Leute da, jemand muss etwas gesehen haben!" Denn auch wenn er sie nicht absichtlich verletzt hat: "So etwas geht nicht", so die aufgebrachte Mutter des Mädchens.

Die Ermittlungen gestalten sich schwierig, da sich die Passen wortkarg geben. Die Polizei setzt nun auf Bilder aus einer Videokamera, die von den Veranstaltern gemacht wurden. Hinweise: Tel. 059133-5177.

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