Do, 24. Mai 2018

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11.12.2011 09:00

"Duck Duck Go": Die Suchmaschine mit Datenschutz

Was sich Nutzer von Google, Bing, Yahoo und Co. nicht aussuchen können, ermöglicht eine alternative Suchmaschine aus den USA: "Duck Duck Go" schützt die Privatsphäre der User. Sie zeichnet weder persönliche Daten der Besucher auf, noch übermittelt sie Informationen an jene Websites, auf die der Nutzer über die Suchmaschine klickt.

Gabriel Weinberg aus Valley Forge im US-Bundesstaat Pennsylvania hat "Duck Duck Go" entwickelt, heute zählt die Website zu den 7.000 beliebtesten der Welt.

Die Besonderheit der Programmierung liegt in der Herangehensweise, um die bestmöglichen Suchergebnisse zu erhalten. Üblicherweise sammeln Suchmaschinen möglichst viele Daten der Nutzer, um herauszufinden, welche Websites als besonders nützlich eingestuft und oft angeklickt werden. Zudem kann der User über technische Informationen wie die IP-Adresse oftmals identifiziert werden. Diese Daten werden gegen gutes Geld in personalisierte Werbung verwandelt, wie "Duck Duck Go" auf der Website "Don't track us" anschaulich erklärt.

Informationen aus dem Netz statt von den Nutzern
"Duck Duck Go" geht einen anderen Weg: Die alternative Suchmaschine häuft Informationen aus verschiedenen Quellen an, etwa der Yahoo-Suchmaschine, aber auch Facebook, Twitter und vor allem Wikipedia. Diese werden wie bei anderen Suchmaschinen üblich als Ergebnisse präsentiert. Darüber hinaus erscheint über den Suchergebnissen ein rotes "Zero-click info"-Kästchen, das eine Zusammenfassung zum Thema (auf Englisch) bietet. Über dieses gelangt man direkt zu Wikipedia-Artikeln sowie Nachrichten zum Gebiet.

Keine Cookies, kein Speichern von Daten
Informationen zum Nutzer (zum Beispiel seine IP-Adresse), die vom Webbrowser automatisch an jede Website versandt werden, hingegen werden nicht gespeichert. Auch Cookies, die Daten festhalten, werden erst gesetzt, wenn der Nutzer dies in den Einstellungen eigens festlegt. Und selbst über diese Cookies kann kein Nutzer identifiziert werden, verspricht "Duck Duck Go". Zudem würden keine Informationen an Dritte weitergegeben.

So suchst du mit "Duck Duck Go"
Bedient wird "Duck Duck Go" genau wie andere Suchmaschinen: Gib einfach einen Begriff in das Suchfeld ein und klick auf die Lupe bzw. drücke Enter. Möchtest du die Ergebnisse vorab sortieren, kannst du über den kleinen Pfeil neben der Lupe verschiedene Einstellungen vornehmen. So kannst du die Infos nach Datum, alphabetisch oder in Listen sortiert erscheinen lassen, aber auch nur auf Landkarten, YouTube oder Wikipedia suchen. Wenn du die Suche auf Deutsch einstellen möchtest, klick einfach neben der Suchleiste auf "Settings" und "Results". Unter "Region" stellst du nun "Austria" ein, schon erscheinen deutschsprachige Resultate.

Website warnt vor gefährlichen Inhalten
Auf möglicherweise gefährliche Websites weist "Duck Duck Go" mit einem Warnsymbol hin. Die Suchmaschinen-Alternative verspricht außerdem weniger Spam, da "sinnfreie" Websites, die nur aus Werbung bestehen, nicht bei den Ergebnissen aufscheinen. Standardmäßig ist die "Safe Search", also die sichere Suche aktiviert (ebenfalls unter "Settings" zu finden) - wer nach Material für Erwachsene auf der Suche ist, sollte diese abschalten.

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