Do, 23. November 2017

2 Wochen in U-Haft

29.11.2011 11:57

80-Jähriger enterbt Töchter nach Inzest-Vorwürfen

Jener 80-jährige Innviertler, dessen Töchter Inzest-Vorwürfe erhoben und diese später zurückgezogen haben, hat seine Kinder enterbt und deren Sachwalterin wegen Verleumdung angezeigt. Indes teilte die Staatsanwaltschaft Ried am Dienstag mit, dass gegen den Pensionisten nach wie vor wegen Körperverletzung ermittelt und bis zum Frühjahr über eine mögliche Anklage entschieden werde.

Die Vorwürfe gegen den 80-Jährigen hatten schwer gewogen und europaweit für Aufsehen gesorgt: Die Schwestern erklärten zunächst, dass sich ihr Vater über Jahrzehnte an ihnen vergangen und sie missbraucht habe. Der Mann saß zwei Wochen in Untersuchungshaft, bis die Frauen ihre Aussagen widerriefen. Sein Anwalt kritisierte, dass die Staatsanwaltschaft zu wenig nachgeforscht habe.

Die Behörde ermittelt jedenfalls weiter gegen den 80-Jährigen wegen Körperverletzung und auch gegen seine Töchter: Sie ließen ihn im Mai nach einem Sturz zwei Tage am Boden liegen. Die Frauen hatten zudem erklärt, von einem Mann, der nicht zur Familie gehörte, missbraucht worden zu sein. Laut Staatsanwaltschaft liegt der angezeigte Vorfall aber 40 Jahre zurück und ist somit verjährt.

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