Mo, 20. November 2017

Grüne Gefahr

01.12.2011 16:52

Schütze deine Katze vor Vergiftung durch Pflanzen

In jedem vierten österreichischen Haushalt lebt eine Katze. Doch in den meisten dieser Haushalte gibt es auch viele Pflanzen, einige davon giftig, und nicht selten passiert es, dass eine Katze nach dem Knabbern an einer Pflanze eine Vergiftung erleidet; denn Zimmerpflanzen oder Schnittblumen sind oft äußerst interessant für die Stubentiger, weil sie sich hervorragend zum Spielen eignen.

Gefährlich wird es, wenn es sich dabei um Pflanzen wie Weihnachtsstern, Philodendron (Baumfreund) oder Mistel handelt. Diese können giftig für Katzen sein, Zittern, Erbrechen und möglicherweise sogar Tod zur Folge haben, wenn die Katze an der Pflanze nagt oder Teile davon frisst. Nur durch Berühren der Pflanze entsteht sehr selten ein gesundheitliches Risiko, aber es kann zu allergischen Reaktionen kommen.

Versuchen daher, deinen Vierbeiner von Zimmerpflanzen fern zu halten. Dies funktioniert gut, wenn du ihm immer genügend Katzengras zur Verfügung stellen. Achte auch darauf, verblühte Blumensträuße schnell zu entsorgen, da beim Verwesungsprozess Giftstoffe entstehen, die deine Katze durch das Blumenwasser aufnehmen könnte.

"Am besten ist es, Sie informieren sich bereits beim Kauf einer Pflanze über die Verträglichkeit für Ihre Katze. Gerade neue Pflanzen sind ein sehr beliebtes Spielzeug. Verzichten Sie bitte vor allem auf Zimmerpflanzen wie Alpenveilchen, Amaryllis, Azaleen und Weihnachtssterne. Diese sind hochgiftig!" informiert Andrea Swift, Geschäftsführerin des Vereins "Pfotenhilfe". "Auch bei Weihnachtsbäumen muss aufgepasst werden: Nagt Ihre Katze an den Nadeln herum, nimmt sie giftiges Kiefernöl auf."

Ist die Katze bereits vergiftet, kann das leicht übersehen werden. Manchmal gibt es Hinweise wie Pflanzenreste oder umgefallene Vasen, darauf verlassen kann man sich aber nicht. Beobachte daher deine Katze. Treten plötzliches Erbrechen oder Durchfall auf, solltest du alarmiert sein. Wenn du dann noch starkes Speicheln, Zittern, Krämpfe oder Bewusstlosigkeit bemerkst, ist es sehr wahrscheinlich, dass deine Katze tatsächlich an einer Vergiftung leidet.

Suche sofort einen Tierarzt auf. Am Weg dorthin solltest du möglicherweise vorhandenes Erbrochenes aus dem Maul entfernen und deine Katze in eine warme Decke einwickeln, da niedriger Blutdruck zu Unterkühlung führen kann. Bei Krampfanfällen ist eine Transportbox ratsam, um nicht verletzt zu werden. Im Idealfall nennst du dem Tierarzt die Pflanzenart oder nimmst ein Blatt davon mit.

Hier findest du eine sehr ausführliche Liste mit für Tiere giftigen Pflanzen.

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