Fr, 15. Dezember 2017

Krimi statt Kino

16.11.2011 15:29

Til Schweiger wird neuer Hamburger "Tatort"-Kommissar

Komödie kann er - doch kann er auch Krimi? Til Schweiger soll nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung vom Mittwoch neuer Hamburger "Tatort"-Kommissar werden. Damit würde der mit einer Vielzahl von Kinofilmen erfolgreiche Schauspieler nach 20 Jahren wieder ins Fernsehen zurückkehren. Die ARD hat den Bericht, der auf Informationen aus Produktionskreisen der Krimireihe beruhen soll, nicht dementiert.

Gerüchte über ein Engagement Schweigers als Kommissar in der langlebigsten deutschen Krimiserie gibt es bereits seit Längerem. Der beim Hamburger "Tatort" federführende NDR wolle den Vertrag mit dem Schauspieler nun noch in diesem Jahr unter Dach und Fach bringen, berichtete die "Bild". Schweiger selbst wollte dies nicht bestätigen, dementierte aber auch nicht. "Ich äußere mich nicht zu Spekulationen", sagte er der Zeitung. Der ARD-Koordinator Thomas Schreiber äußerte sich ähnlich. "An Spekulationen beteiligen wir uns nicht", ließ Schreiber über die NDR-Pressestelle erklären.

Schweigers Kinder leben Hamburg
Bereits vor zwei Monaten hatte der "Spiegel" berichtet, dass Schweiger den Hamburger "Tatort" als Kommissar übernehmen solle. Zu der Hansestadt hat er eine private Bindung: 2004 zog er mit seiner Frau Dana und den gemeinsamen vier Kindern aus den USA in die Hansestadt. Nach der Trennung des Paares verließ Schweiger Hamburg zwar wieder, seine Familie lebt aber weiter dort.

Schweiger hatte 1990 seine Schauspielkarriere als Jo Zenker in der ARD-Serie "Lindenstraße" gestartet, mittlerweile ist er eine fixe Größe in der deutschen Filmwelt. Derzeit ist er erfolgreich mit dem zweiten Teil der Komödie "Männerherzen" in den Kinos, demnächst ist er in einer Nebenrolle in der Hollywood-Produktion "New Year's Eve" zu sehen. In den vergangenen Jahren machte er sich außer als Schauspieler auch einen Namen als Drehbuchautor und Regisseur. Seine Komödien "Keinohrhasen", "Zweiohrküken" und in diesem Jahr "Kokowääh" wurden zu Kassenerfolgen. Auch in "Inglourious Basterds" von Quentin Tarantino feierte er einen Erfolg mit einer Nebenrolle. Schweiger gilt angesichts seiner Beliebtheit beim Publikum als einer der erfolgreichsten deutschen Schauspieler.

Cenk Batu floppte beim Publikum
Dass die Rolle des Hamburger Ermittlers neu besetzt werden muss, steht bereits seit März fest. Damals erklärte der NDR, dass Mehmet Kurtulus seine Rolle als verdeckter Ermittler Cenk Batu auf eigenen Wunsch aufgeben will. Der letzte Fall mit Cenk Batu ist bereits gedreht und soll im kommenden Frühjahr ausgestrahlt werden. Laut "Bild" sollen dann ab dem Frühsommer die Dreharbeiten mit Schweiger als Kommissar beginnen.

Die Rolle des Cenk Batu wurde von Kritikern mit viel Lob bedacht. Beim Publikum floppte die Figur allerdings: Nach einer Auswertung des Branchendienstes Meedia vom März rangierte Cenk Batu unter allen 16 "Tatort"-Kommissaren mit im Schnitt unter sieben Millionen Zuschauern mit Abstand auf dem letzten Platz. Das erfolgreichste "Tatort"-Gespann, die Münsteraner Ermittler Kommissar Thiel und Professor Boerne, locken im Schnitt über drei Millionen Zuschauer mehr vor den Fernseher. Für den österreichischen "Tatort" ermittelt Harald Krassnitzer als Kommissar Moritz Eisner in Wien.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden