Di, 24. Oktober 2017

Engpass 2012

14.11.2011 10:27

PCs werden wegen Flut in Thailand empfindlich teurer

Das Hochwasser in Thailand dürfte zu schweren Beeinträchtigungen bei der weltweiten Auslieferung von PCs führen. Im schlimmsten Fall sei ein Einbruch um 20 Prozent im ersten Quartal des nächsten Jahres zu befürchten, heißt es in einem Bericht des US-Marktforschungsunternehmens International Data Company. Schon jetzt sind die Preise für Festplatten seit Anfang September um durchschnittlich 80 Prozent gestiegen.

Den Marktforschern zufolge wurden im ersten Halbjahr 40 bis 45 Prozent aller Festplatten in Thailand gefertigt. Die Hälfte der Produktion war im November beeinträchtigt. Mehr als zwölf Hersteller in den überschwemmten Industrieparks nördlich von Bangkok mussten die Produktion vorübergehend einstellen. Viele stehen bis heute unter Wasser.

Der US-Hersteller Western Digital etwa hatte bereits Ende Oktober zwei Fabriken bis auf Weiteres schließen müssen. Darüber hinaus gebe es aber auch Engpässe bei der Zulieferung von Teilen für die Festplattenproduktion, wie John Coyne, Vorstandschef von Western Digital, erklärte. Von solchen Lieferengpässen seien auch die Festplatten-Hersteller Seagate und Toshiba betroffen.

Preise um 80 Prozent gestiegen
Schätzungen zufolge werden die Anbieter deshalb im vierten Quartal weltweit etwa 51 Millionen Festplatten weniger ausliefern können als in den Quartalen davor. Dies entspricht einem Rückgang von 25 Prozent. Bereits zum Wochenende hatte der deutsche Branchenverband Bitkom daher vor einer massiven Verteuerung bei Festplatten gewarnt. Die Preise für die Speicherlaufwerke seien seit Anfang September um durchschnittlich 80 Prozent gestiegen, hieß es.

Keine Auswirkungen auf Weihnachtsgeschäft
Kurzfristige Preisbewegungen erwartet der Verband aber nicht: Die Computer für das Weihnachtsgeschäft seien produziert und stünden zur Auslieferung bereit. IDC rät PC-Herstellern aber, sich im ersten Quartal nächsten Jahres auf größere Engpässe einzustellen. Die Lieferungen könnten 20 Prozent niedriger ausfallen als zuvor erwartet. Erst in der zweiten Jahreshälfte sei eine Normalisierung zu erwarten.

Nach Angaben des Marktanalysten Peter Misek von Jefferies & Co könnten die großen PC-Hersteller wie Dell und Hewlett-Packard von der Situation profitieren. Sie hätten im Gegensatz zu anderen genügend Festplatten auf Lager, um Engpässe bis Ende des Jahres zu überstehen. Das Hochwasser könnte den beiden Unternehmen deshalb höhere Verkaufszahlen im ersten Quartal des nächsten Jahres bescheren.

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