Mo, 20. November 2017

„Grüne“ Elektronik

09.11.2011 11:06

HP, Dell und Nokia in Greenpeace-Ranking führend

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat den großen internationalen Unterhaltungselektronik-Konzernen erneut auf den Zahn gefühlt und deren Produkte hinsichtlich Umweltverträglichkeit und Herstellung geprüft. Resultat: Selbst der Sieger, Hewlett Packard, habe Aufholbedarf. Auf den Stockerlplätzen folgen Dell und Nokia.

Das Ranking basiert auf einer Reihe von Kriterien, etwa der Verwendung erneuerbarer Energieträger, Recyclingmöglichkeiten und Vermeidung gefährlicher Chemikalien sowie nachhaltigen Betriebsabläufen. Ein vorderer Platz im Greenpeace-Ranking sei jedoch keineswegs ein Freifahrtschein, so die Organisation. Denn auch jene, die gut abgeschnitten haben, müssten noch einige Schritte setzen, um einen wirklich "grünen" Weg einzuschlagen.

Die Umweltschutzorganisation forderte deshalb am Mittwoch in einer Aussendung in erste Linie die Verbesserung der Klimabilanz, die Verlängerung der Produkt-Lebensdauer sowie die Sicherstellung einer verantwortungsvollen Beschaffung von Rohstoffen.

HP punktet bei Nachhaltigkeit
Positiv schnitt Sieger HP bei der Nachhaltigkeit ab: Der Elektronik-Konzern erhielt die maximale Punktzahl für sein nachhaltiges Papierbeschaffungswesen, das konsequent Lieferanten ausschließt, die im Zusammenhang mit illegalem Holzeinschlag oder Urwaldabholzung stehen. Auch bei der Verwendung von Mineralien zeigte HP laut Greenpeace Verantwortung. Ein wichtiger Punkt, denn die Förderung von Coltan-Erz (Tantal) für Mobiltelefone hielte beispielsweise den Kongo im permanenten Kriegszustand.

Im Bereich Energie zeigte sich HP transparent, legte Emissionen offen, die bei der Herstellung seiner Produkte entstanden und konnte das beste Programm zur Messung und Reduktion von Treibhausgas-Emissionen seiner Lieferanten vorweisen.

Blackberry-Hersteller RIM Schlusslicht
Ganz anders der letztplatzierte Elektronik-Hersteller Research in Motion. Dem kanadischen Blackberry-Produzenten fehlte es laut Greenpeace nicht nur an Zielen zur Reduktion von Treibhausgas-Emissionen, RIM informierte die Öffentlichkeit auch noch unzureichend über dessen Umwelt-Performance. Zudem enthielten alle Produkte des Unternehmens gefährliche Chemikalien.

Positiv bewertet wurden nur die Bemühungen, Zulieferer von Mineralien aus Kriegsgebieten sowie Papier aus illegaler Waldzerstörung auszuschließen.

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