Sa, 16. Dezember 2017

Schwer überbezahlt

06.11.2011 14:34

Diese Hollywood-Stars sind ihr Geld nicht wert

Auf der neuen "Forbes"-Liste der überbezahlten Hollywoodstars stehen Drew Barrymore und Eddie Murphy ganz oben. Das New Yorker Wirtschaftsmagazin hat für seine jährliche Aufstellung die Gagen der Schauspieler mit den Einspielergebnissen ihrer Filme verglichen. Murphy und Barrymore befinden sich in Oscar-gekrönter Gesellschaft: Auch Reese Witherspoon und Denzel Washington schafften eine "Top-Platzierung" unter den Kassenverlierern.

Eddie Murphy, der im Februar die Oscar-Verleihung moderieren wird, spielte für jeden Dollar, den er als Honorar bekam, nur 2,70 Dollar ein. Wie im letzten Jahr landete der Schauspieler damit auf Platz zwei. Der Komiker habe sich "von einer 'sicheren Sache' zum Kassengift verwandelt". Murphys Hoffnungen ruhen jetzt auf seinem demnächst auch in Österreich anlaufenden Streifen "Aushilfsgangster".

Weit dramatischer ist es jedoch bei Drew Barrymore: Für jeden Gagendollar bekamen die Produzenten nur 40 Cent zurück. "Normalerweise sind Stars ein schlechtes Investment, weil sie zu hohe Gagen fordern", schrieb das Blatt. "Aber Barrymore gehört nicht einmal zu den besonders hochbezahlten Schauspielern." Ihre letzten Filme liefen einfach so schlecht.

Auch Cruise, Kidman und Cage in den "Top Ten"
"Vorjahressieger" Will Ferrell ("Die etwas anderen Cops") landete diesmal auf Platz drei. Jeder in ihn investierte Dollar brachte 3,50. Fünf Cent mehr spielte Reese Witherspoon ("Wasser für die Elefanten") ein, die damit den vierten Platz belegte. Auf Platz fünf findet sich Denzel Washington ("The Book of Eli", "Unstoppable - Außer Kontrolle"), der auf 4,25 Doller kommt.

In den Top Ten der Kassenverlierer folgen Nicolas Cage (4,40 Dollar), Adam Sandler (5,20), Vince Vaughn (ebenfalls 5,20), Superstar Tom Cruise (6,35) und dessen Ex Nicole Kidman, die für jeden Dollar Gage 6,70 einspielte.

"Forbes" teilte in diesem Jahr nicht das positive Gegenbeispiel mit. Vor einem Jahr war es Shia LaBeouf ("Transformers"). Der damals 24-Jährige hatte für jeden Gagendollar 81 Dollar eingespielt.

Trickfilm-Sprechrollen nicht einberechnet
Das Wirtschaftsmagazin vergleicht für seine jährliche Liste, die allerdings nichts über die Qualität der Filme sagt, die Honorare der 40 bestbezahlten Schauspieler mit den Einspielergebnissen ihrer Filme an den Kinokassen und aus DVD-Verkäufen.

Sprechrollen in Trickfilmen sind von der Berechnung ausgenommen. Dann hätte das Kosten-Nutzen-Ergebnis für Murphy wohl anders ausgesehen: Die vier "Shrek"-Filme, in denen er den Esel spricht, haben zusammen fast drei Milliarden Dollar eingespielt.

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