Mi, 22. November 2017

Schock-Diagnose

04.11.2011 11:18

Fakten über Krebs beim Haustier und seine Behandlung

Laut tierärztlichen Statistiken erkrankt jedes vierte Haustier im Laufe seines Lebens an Krebs. Die Krankheit ist die Todesursache Nummer eins unter Hunden und Katzen. Tierbesitzer sind oftmals verunsichert, wie sie die Warnsignale rechtzeitig erkennen können, um ihrem Vierbeiner eine frühe Behandlung zu ermöglichen. Die krone.at-Haustierredaktion widmet sich dem ernsten Thema in einer zweiteiligen Serie. Im ersten Teil erfährst du mehr über die tückische Erkrankung und ihre Behandlungsmöglichkeiten.

Viele Tierbesitzer werden irgendwann damit konfrontiert, dass bei ihrem Liebling Krebs festgestellt wird. Die häufigsten Krebstypen bei Hund und Katze sind Lymphome (veränderte Lymphknoten), dahinter folgen Tumore im Maul, Mastzellengeschwüre und Knochenkrebs. Bestimmte Hunderassen neigen vermehrt zu Krebserkrankungen, daher versuchen seriöse Züchter, durch umfassende Gesundheitsuntersuchungen und gezielte Verpaarungen die genetische Veranlagung auszurotten.

Eher selten sind Tumore der Eierstöcke und Gebärmutter, da heute sehr viele Hündinnen kastriert werden. Eine Kastration ist jedoch keine Garantie dafür, dass ein Hund niemals an Krebs erkrankt. Ist die Veranlagung da, taucht er meist in anderen Körperteilen auf. Fest steht, dass Tumore sich sehr unterschiedlich und teils unberechenbar verhalten. Nicht alle Geschwüre sind bösartig und nicht alle bösartigen Tumore streuen. Somit ist Krebs nicht in jedem Fall unmittelbar lebensgefährlich und möglicherweise bedrohliche Erkrankungen können oftmals gut behandelt werden.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es also? Die Methoden bei der Krebsbehandlung sind jenen der Humanmedizin sehr ähnlich. Es wird operiert oder auf Chemotherapie und Bestrahlung zurückgegriffen. Zu beachten ist stets, dass beim Tier statt der vollständigen Heilung "nur" eine Verlängerung des Lebens bei guter Lebensqualität angestrebt wird. Natürlich kann die Therapie trotzdem zur Genesung führen. Ein großer Unterschied zwischen der Behandlung durch Human- und Veterinärmedizin liegt außerdem beim Einsatz von Prothesen. Hunde und Katzen gewöhnen sich meist schnell daran, dass ihnen zum Beispiel ein Bein abgenommen wurde, und benötigen im Gegensatz zum Menschen nicht unbedingt Ersatz.

Doch auch wenn all diese Behandlungsmöglichkeiten existieren, stellen sich viele Tierbesitzer im Fall des Falles die Frage, ob dem Vierbeiner tatsächlich eine strapaziöse Chemotherapie zugemutet werden sollte. Diese Frage lässt sich pauschal nicht beantworten und ist vom einzelnen Krankheitsfall abhängig. Grundsätzlich reagieren Tiere jedoch anders auf Medikamente als der Mensch, die Chemotherapie wird zudem in geringeren Dosen verabreicht. Dafür müssen andere Faktoren berücksichtigt werden, zum Beispiel ob Hund oder Katze beim Besuch der Tierarztpraxis Angst oder Stress verspüren.

Der zweite Teil erscheint am kommenden Dienstag auf krone.at/Haustiere. Dann kannst du mehr darüber lesen, welche Alarmsignale auf eine Krebserkrankung hindeuten und welche Möglichkeiten der Vorsorge und Früherkennung es gibt.

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