Di, 12. Dezember 2017

Ex-Arzt sagt aus

25.10.2011 10:08

Jackson wollte früher intravenöses Schlafmittel haben

Bereits zwei Monate vor seinem Tod im Juni 2009 hat Michael Jackson einen Arzt nach dessen eigenen Angaben um ein intravenöses Schlafmittel angebettelt. Der US-Popstar habe nicht geglaubt, dass oral verabreichte Medikamente gegen seine Schlaflosigkeit helfen könnten, berichtete Jacksons früherer Arzt Allan Metzger am Montag im Prozess gegen Conrad Murray.

Der Sänger habe ihm von seiner "Angst" vor der Comeback-Tour "This is It" erzählt, sagte Metzger weiter aus, der Jackson nach eigenen Angaben jahrelang wegen Schlafstörungen und anderer Leiden behandelt hatte. Allerdings habe sein berühmter Patient kein spezielles Schlafmittel gefordert, sondern lediglich von "Saft" gesprochen. Metzger versicherte, dem Popstar nie etwas gespritzt zu haben.

Der Arzt sagte als erster Zeuge der Verteidigung aus. Murrays Anwälte vertreten die These, dass sich der verstorbene Popstar die tödliche Überdosis des Narkosemittels Propofol selbst injiziert haben könnte, um endlich Schlaf zu finden. Die Staatsanwaltschaft dagegen wirft Murray fahrlässige Tötung vor - sie ist überzeugt, dass der Leibarzt Jackson die Überdosis Propofol gegeben hat, die zum Tod des "King of Pop" führte.

Es wird erwartet, dass die Verteidigung 15 Zeugen aufrufen wird, darunter Mediziner und Polizisten. Im Fall eines Schuldspruchs drohen dem 58-jährigen Murray bis zu vier Jahre Haft.

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