Fr, 24. November 2017

50. „Jubiläums-Coup“

24.10.2011 21:05

Bankomat-Bande in NÖ wieder aktiv - Raika heimgesucht

Lange Zeit ist es ruhig um sie gewesen, doch jetzt hat eine der berühmt-berüchtigten Bankomat-Banden wieder zugeschlagen. Es war der 50., also ein "Jubiläums-Coup". Montag früh drangen die Täter in Rohr im Gebirge in Niederösterreich in das Foyer des Instituts ein, drehten die Kameras zur Seite und schnitten den Tresor per Schweißapparat auf. Behutsam zogen sie anschließend die Geldkassetten aus dem Trümmerhaufen und verschwanden.

Vom Bankomaten in der Raiffeisen-Filiale ist nicht mehr viel übrig: Fast die ganze Vorderseite ist weggebrannt, das komplette Innenleben verkohlt. Vom Geld fehlt jede Spur - leer und ausgeräumt ist die Tresorleiche jetzt zu einem Beweisstück für die Polizei geworden. Der Tathergang passt perfekt zur gut organisierten Bande: eine kleine Filiale (nur eine Person arbeitet hier am Tag), eine Durchzugsstraße mit wenig Verkehr um vier Uhr früh und viele Fluchtmöglichkeiten.

50 Anschläge seit Jänner 2010
Mehrere Zehntausend Euro sind diesmal verschwunden. "Verdient" haben die Gangster schon eine Menge Geld mit ihren Taten. Ein Blick in die Statistik zeigt: Alleine seit dem 1. Jänner 2010 wurden 25 Tresore erfolgreich geknackt - die Täter haben Gas hineingeleitet und sie gesprengt, sie haben sie aufgeschnitten bzw. aufgeschweißt oder aus der Verankerung gerissen. Genauso viele Coups sind gescheitert, zurück blieben dennoch beschädigte Geräte.

50 Anschläge in fast zwei Jahren - auch deshalb wurde im Mai die erfolgreiche "SOKO Bankomat" des Bundeskriminalamtes gegründet. Lange Zeit lebte(n) die Bande(n) in Angst. Bis zum Montag eben...

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